Mitte Dezember 2009 hatte der AgrarministerInnenrat in Brüssel das Thema auf der Tagesordnung. Bei der Tagung gehörte jedoch Österreich gemeinsam mit Schweden, Finnland und Portugal zu den Bremsern und verhinderte die Umsetzung wichtiger Punkte, die GLOBAL 2000 gemeinsam mit vielen europäischen Nichtregierungsorganisationen schon im Vorfeld gefordert hatte. Ein schwarzer Tag für den Schutz der Wälder. Die AgrarministerInnen konnten sich weder auf ein Verbot des illegalen Handels noch auf ein Minimum an Strafen und Sanktionen einigen. Außerdem wurde beschlossen, die Implementierung der Verordnung um weitere drei Jahre zu verschieben.
Es ist aber dennoch nicht aller Tage Abend: 2010 geht das Gesetz in die zweite Lesung im EU-Parlament. Für GLOBAL 2000 heißt das: Jetzt erst recht! Der schlechte Kompromiss der AgrarministerInnen ist ein Grund mehr, sich für Verbesserungen in der zweiten Lesung einzusetzen und für ein gutes Gesetz zu kämpfen. Sobald die Debatte im Europäischen Parlament beginnt, wird GLOBAL 2000 die Lobbyarbeit intensivieren und sich direkt an die österreichischen Abgeordneten wenden.
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Vor lauter Plantagen-Bäumen den Regen-Wald nicht mehr sehen?
Regenwälder sind wichtig für das Weltklima und die Ökologie unseres Planeten. Und sie sind Lebensraum für Millionen Menschen. Nicht so Ölpalm-Plantagen. Trotzdem versucht die EU-Kommission solche Plantagen als Wald zu deklarieren. Das Palmöl braucht die EU vor allem für Agrotreibstoffe. Und da man sich der massiven weltweiten Kritik an der Zerstörung von Wäldern durchaus bewusst ist, versucht man sich per Dekret ein grünes Mäntelchen umzuhängen. Regenwald und „Plantagenwald“ haben aber außer der grünen Farbe leider nichts gemeinsam.