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Atomkraftwerke: Störfälle 2011/2012
1. Februar 2012 - Zwischenfall in Atomkraftwerk in den USA
In einem Atomkraftwerk in Illinois ist es zu einem "ungewöhnlichen Ereignis" gekommen. Ein Meiler musste heruntergefahren werden, geringe Mengen radioaktiver Gase sind ausgeströmt. Gefahr für Anwohner und Mitarbeiter gibt es laut US-Behörden ab er nicht.
15. November- Gundremmingen: Radioaktivität steigt nach Brennstab-Defekt
Defekte Brennstäbe im Atomkraftwerk Gundremmingen haben für einen erheblichen Anstieg der Radioaktivität in der Umgebung der Anlage gesorgt.
14. November - Störfall in ukrainischem Atomkraftwerk
Im größten Atomkraftwerk Europas, dem AKW Saporischschja im Südosten der Ukraine, hat sich am Samstag ein Störfall ereignet. In einem von sechs Reaktorblöcken sei die Automatik ausgefallen, berichteten ukrainische Medien am Montag unter Berufung auf die Atomaufsicht des Landes. Details wurden nicht bekannt.
23. Oktober - Schwedisches AKW zieht Notbremse
Am Sonntag ist im schwedischen AKW Oskarshamn ein Brand ausgebrochen. Der betroffene Reaktor wurde sofort heruntergefahren. Im Juni vergangenen Jahres hat das schwedische Parlament beschlossen, die Reaktoren der schwedischen AKW am Ende ihrer Laufzeit zu ersetzen, anstatt dann aus der Atomkraft auszusteigen.
14. Oktober - Granaten unter alter Atomanlage gefunden
Unter einer alten französischen Atomanlage entdeckten Bauarbeiter ein Munitionsdepot mit 253 Granaten aus dem Ersten Weltkrieg. Sie lagerten auf dem Gelände der nationalen Atomenergiebehörde CEA in Grenoble. Die Granaten wurden von Sprengstoffexperten abtransportiert und unschädlich gemacht.
4. Oktober - Zwischenfall in Wideraufbereitungsanlage Belgoprocess
Bei einem Zwischenfall in der belgischen Wiederaufarbeitungsanlage Belgoprocess sind drei Menschen verstrahlt worden. Bei einer routinemäßigen Inspektion fiel ein Plutonium-Behälter zu Boden. Wie stark die Verstrahlung ist wird untersucht. Gefahr für die Umwelt besteht angeblich nicht.
16. September - AKW in Michigan runtergefahren
Nach der Entdeckung eines Lecks im Ventil im 778 MW AKW in Michigan (USA) wurde das Kraftwerk heruntergefahren. Das Leck soll laut Sprecher des AKW keine Gefahr für die Öffentlichkeit darstellen. Bis Reperaturen und Sicherheitstest abgeschlossen sind bleibt das AKW außer Betrieb.
24. August - AKW Virginia verliert Strom - runtergefahren
Nach einem Erdbeben der Stärke 5,8 kommt es zum Notfall im AKW North Anna in Virgina. Wegen Stromverlusts wird es automatisch abgeschalten.
23. August - Vermutlicher Austritt von Tritium im AKW Vermont Yankee
Radioaktives Tritium wurde im Conneticut River nachgewiesen. Ursache dafür soll ein Leck im AKW Vermont Yankee sein.
7. August - AKW Brockdorf runtergefahren
Das deutsche AKW Brockdorf wurde durch einen automatischen Sicherheitsmechanismus vergangenen Sonntag runtergefahren. Wie es zum Auslösen des Sicherheitsmechanismus kam ist noch unklar.
21. Juli - AKW Cattenom: Panne bei Stromzufuhr
Im französischen Atomkraftwerk Cattenom ist es am Dienstagvormittag zu einem Zwischenfall gekommen. Der Reaktorblock 3 musste sofort abgeschaltet werden. Panne in der Stromzufuhr führte zu ungeplanten Verschluss eines Ventils am Sekundarkreislauf.
17. Juli - AKW Ohi: Reaktor vom Netz genommen
Wegen einer technischen Störung wurde ein Reaktor im AKW Ohi im Westen Japans vom Netz genommen, teilte der Energieversorger Kansai Electric Power mit.
7. Juli - Fukushima: 99 Millionen Liter hochradioaktives Wasser drohen jetzt auszulaufen
Die Betreiberfirma TEPCO versucht weiter verzweifelt, immer neue Speicherkapazitäten zu schaffen und gleichzeitig endlich ein Wasseraufbereitungssystem in Gang zu bringen.
3. Juli - Explosion in Atomkraftwerk Tricastin
In einem Transformator der südfranzösischen Atomanlage Tricastin brach am 3. Juli ein Feuer aus. Laut Betreiberfirma EDF entstand keinerlei Strahlenbelastung für Umwelt und Bevölkerung.
20. Juni - Atom-Anlage Gronau: Uranbehälter fällt von Gabelstapler
Radioaktive Strahlung tritt nicht aus. Die Betreiberfirma Urenco muss zu diesem Vorfall Stellung. Der Vorfall wird einer Sicherheitsüberprüfung unterzogen.
9. Juni - Fukushima: Stromausfall in den Blöcken 1 und 2
Laut Angaben Tepcos hörte ein Schaltkasten in einem der Blöcke auf zu arbeiten, deshalb gingen plötzlich alle Lichter in den Kontrollräumen der Blöcke 1 und 2 aus. Neben der Beleuchtung fielen auch wichtige Messinstrumente aus.
4. Juni - Fukushima: Neues Leck im AKW, Radioaktivität so hoch wie noch nie
Im zerstörten Atomkraftwerk Fukushima steigt die radioaktive Strahlung. Im Reaktorgehäuse von Block 1 wurde eine Strahlenhöhe von bis zu 4000 Millisievert pro Stunde gemessen, teilt der Betreiber Tepco mit. Das sei die höchste bisher in der Luft gemessene Radioaktivität in dem zerstörten Meiler.
2. Juni - Verseuchtes Wasser in AKW Fukushima steigt
Reperaturtrupps im AKW Fukushima kämpfen gegen den Anstieg des Wasserstands im Turbinengebäude von Reaktor 2. Laut Tepco soll angesichts der herannahenden Regenzeit die in den Reaktorgebäuden angesammelte strahlende Brühe in zusätzliche Lagervorrichtungen transportiert werden.
31. Mai - Fukushima: Tepco meldet kleine Explosion in AKW-Ruine
In Reaktor 4 gab es eine kleine Detonation. Auch radioaktiv verseuchtes Wasser sei aus dem Reaktor ausgetreten. Öl aus Reaktor 5 und 6 ist mittlerweile ins Meer gelangt.
30. Mai - Fukushima-Arbeiter offenbar schwer verstrahlt
Zwei Arbeiter im beschädigten AKW Fukushima sind möglicherweise schwer verstrahlt worden. Sofern dies bestätigt wird, sind das die ersten Fälle die den zulässigen Jahresgrenzwert überschreiten, der nach dem Erdbeben Mitte März von 100 auf 250 Millisievert erhöht worden war. Laut TEPCO wurde in den Schilddrüsen der Arbeiter 9,760 Becquarell und 7,690 Becquarell des radioaktiven IODINE-131 gefunden.
29. Mai - AKW Fukushima: Pumpenausfall, Temperatur in Reaktor 5 nach Pumpenausfall angestiegen
Die Betreiber des havarierten AKW Fukushima melden, dass die Temperatur in Reaktor 5 und dem dortigen Abklingbecken für benutzte Brennstäbe wegen Ausfall der Kühlwasserpumpe gestiegen ist. Das Wasser im Reaktor hatte eine Temperatur von 68 Grad, als die Panne entdeckt wurde. Die Temperatur sei zwischenzeitlich auf 93,7 Grad (Abklingbecken 46 Grad) angestiegen, bis die neue Kühlpumpe in Gang gesetzt wurde.
28. Mai - Fukushima: Taifun bedroht AKW-Ruine, Ausbreitung von radioaktiver Verseuchung durch Wind und Regen befürchtet
Ein starker Taifun macht den Reparaturtrupps in der AKW-Ruine in Fukushima ernste Sorgen. Die zerstörte Anlage sei nicht ausreichend auf heftige Regenfälle und starke Winde vorbereitet, berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung auf den Betreiberkonzern TEPCO. Der Austritt von radioaktivem Material sei fast unvermeidbar.
27. Mai - Feuer in AKW Fukushima
Zwei ausgebrochen Feuer in AKW Fukushima Zwei ausgebrochen. Der Brand soll mittlerweile gelöscht sein. - Angeblich kein Austritt von Radioaktivität, sagt TEPCO.
9. Mai - Weiteres AKW in Japan setzte Radioaktivität frei, Tsugura Zwei: Meiler zeitweise heruntergefahren
Tokio (APA/dpa) Am Atomkraftwerk Tsuruga Zwei an der Westküste Japans ist Radioaktivität freigesetzt worden. Das Ausmaß sei jedoch sehr gering, zitierte die Nachrichtenagentur Kyodo am Montag den Betreiber Japan Atomic Power (Japco). Am AKW Tsuruga Zwei ha...tte es erst vor eine Woche Probleme gegeben, Substanzen im Kühlwasser des Reaktors hatten auf defekte Brennelemente hingewiesen. Der Meiler wurde zeitweise heruntergefahren.
2. Mai - In spanischem AKW ist radioaktives Wasser ausgetreten
Im spanischen Atomkraftwerk Ascó I sind 25 000 Liter radioaktives Wasser ausgetreten. Der Vorfall geschah bereits am Donnerstag (28.4.11), wurde aber erst am folgenden Wochenende bekannt. 14 Arbeiter mussten dekontaminiert werden.
29. April - Erhöhter Radioaktivitätswert in bulgarischem AKW Bulgarien
Kosloduj, Block 5: In einem der beiden verbliebenen Blöcke des Atomkraftwerks Kosloduj wurden am 26.4.11 erhöhte Radioaktivitätswerte innerhalb des Containments gemessen, daraufhin wurde der Block heruntergefahren. Arbeiter wurden mit dem radioaktiven Isotop Xenon 133 verstrahlt, aber "unter dem Jahresgrenzwert".
14. April - Dukovany, Block 4
Primärkreislauf undicht, Reaktornotabschaltung
1. April - Belgien, AKW Doel, Block 4
Notkühlpumpe falsch eingestellt, hätte bei Störfall Kühlung nicht gewährleistet
















