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Atomstromausstieg ist möglich- UnternehmerInnen machen es vor

In Österreich gibt es zwar keine Atomkraftwerke, dennoch sind wir nicht frei von Atomstrom. Ein Fünftel des österreichischen Stroms wird aus Nachbarländern mit Atomstromerzeugung wie Deutschland und Tschechien importiert. So gelangt tagtäglich Atomstrom auch in Österreichs Stromnetze.

GLOBAL2000 hat Statements von UnternehmerInnen und Organisationen gesammelt, die sich aktiv gegen diese Strompolitik stellen. Sie gehen mit gutem Beispiel voran und beziehen Strom nur von Energielieferanten, die zu 100 Prozent aus sauberen Energiequellen produzieren.

Mitmachen:

Links:

Infos:

Stromfilz

 

Statements:

Franz Kok (Ferienhaus „in der Winten)

Franz Kok

"Nur gegen etwas zu sein ist mir zu wenig! Unser Ferienhaus in Geinberg/Oberösterreich liegt nahe der Therme Geinberg und wird von der ÖkostromAG versorgt seit es die gibt. Wir haben aber nicht nur Ökostom aus der Dose, seit 2011 liefern wir auch Sonnenstrom aus unserer PV-Anlage an andere Kunden der ÖkostromAG! Nur Windrad haben wir noch keines, das wird aber auch noch kommen."

 

Katholische Jungschar

Katholische Jungschar Österreichs

"Als größte Kinderorganisation Österreichs arbeiten wir mit Mädchen und Buben intensiv zu Fragen eines zukunftsfähigen Lebensstils für alle. Es ist wichtig, dass jede/r bei seinem eigenen Energiekonsum anfängt – darum beziehen wir als Organisation „Ökostrom“. Darüber hinaus versuchen wir, die Dinge in ihren globalen Zusammenhängen zu sehen: Neben dem Betrieb von AKWs und der ungelösten Frage der Atommüllendlagerung ist etwa auch der Uranbergbau in den Ländern des Südens ein riesiges Problem: Unser Hilfswerk, die Dreikönigsaktion, informiert etwa über die desaströsen Auswirkungen der Uranmine in Caetité, Brasilien. Atomkraft ist ein Irrweg! Suchen wir gemeinsam nach tragfähigen Energie-Lösungen für die Zukunft!"

 

Werner Schinnerl (Schmanklerei Grabenklug)

Werner Schinnerl

"Gegen die Atomenergie war ich schon 1978 beim 'legendären' Volksbegehren. In den letzten Jahren wurde auch immer offensichtlicher, daß die österreichischen Stromanbieter nicht nur mit Wasser kochen. Doch zum Glück gibt es nun auch Anbieter, die Atomstrom strikt ablehnen. Atomstrom ist keine Alternative! Er ist weder sauber (Stichwort Endlagerung, Wiederaufbereitung,...) noch sicher (Tschernobyl, Fukushima, ...) und - würde die tatsächlichen Kosten mitberechnet - wesentlich teurer als Alternativstrom. Ich biete mit meiner Schmanklerei ja auch keine Mogelpackungen an, sondern hochwertige, überwiegend österreichische Lebensmittel (und keine industriell gefertigten Nahrungsmittel)."

 

Sasha Walleczek

Alexantra Walleczek

"Auf Ökostrom umsteigen- nichts leichter als das. Formular ausfüllen. Fertig. Ich war schon immer Atomgegnerin und würde mir wünschen, dass endlich alle AKWs abgeschaltet werden – da kann man nicht auf der einen Seite gegen AKWs sein und auf der anderen Seite Strom mit Atomanteil verwenden. Mal ganz abgesehen davon, dass „atomfreier Strom“ in Österreich nicht mal teurer ist – einfacher geht’s wirklich nicht."

 

Patrick Eibenberger  (Hörmann Interstall GmbH & Co.KG)

Patrick Eibenberger

"Ich glaube, es liegt klar auf der Hand, dass Atomstrom nicht die Zukunft sein kann! Alleine mit Uran können wir nicht den Weltenergieverbrauch decken. Was machen wir also, wenn die fossilen Brennstoffe wie Gas, Öl und Kohle nicht mehr vorhanden sind? Alleine diese Vorstellung sollte dazu bewegen, sich für erneuerbare Energien einzusetzen. Da ich in der Photovoltaik-Branche tätig bin, kann ich sagen, dass die Investition in die Sonnenenergie eine überaus sinnvolle Tätigkeit ist, da man mit den derzeitigen Tarifförderungen mehr Geld verdienen kann, als mit jeder anderen Sparmaßnahme von den Banken und Co. Unser Wirtschaftsminister hat immer von zu hohen und nicht zumutbaren Mehrkosten auf der Stromrechnung gesprochen. Wir haben jetzt eine sehr lukrative Förderung und die Mehrkosten betragen 12€ im Jahr für jeden Haushalt. Der Atomausstieg ist einfach ein wichtiger Beitrag für die Zukunft. Denn wer möchte schon ein Kind in die Welt setzen, in der man nicht einmal genau weiß, wo man den Atommüll, den wir schon seit 40 Jahren produziert haben und noch weiter produzieren werden, entsorgen bzw. lagern wird. Es wurde uns schon zweimal bewiesen, dass Atomstrom nicht die Zukunft sein kann, also sollten wir endlich die Energiewende vorantreiben. Warum sollte man das riesige Potenzial, das von den erneuerbaren Energien zu holen ist, nicht nützen? Ein kleiner Beitrag wie z.B. einen Ökostromanbieter als Stromversorger zu nehmen, ist auf jeden Fall ein Beitrag den man leisten kann."

 

Josef Breinesberger (CEO AGRAR PLUS Gesmb)

CEO AGRAR PLUS GesmbH

"AGRAR PLUS befasst sich seit der Gründung 1985 mit der Realisierung von Bioenergieprojekten. Auch damals waren die Rahmenbedingungen so, dass es schwierig war, wirtschaftlich erfolgreiche Biomasseprojekte zu initiieren. Doch der Erfolg von über 500 Biomasseheizwerken und über 80 Biogasanlagen in Niederösterreich zeigt, dass man erfolgreich neue Wege in der Energieversorgung aufbauen kann. Im Bereich der Stromproduktion ist dies genauso realisierbar. Jedes Biomasseprojekt muss alle gesetzlichen Auflagen einhalten. Es ist daher nicht zu verstehen, wie man für Atomkraft eintreten kann, wenn dort immer noch die Endlagerung der Brennstäbe ungeklärt ist. Ganz zu schweigen von den gesundheitlichen, persönlichen und volkswirtschaftlichen Schäden von Atomunfällen wie in Tschernobyl oder Fukushima. Erneuerbare Energien bringen Importunabhängigkeit und schaffen regionale, nachhaltige Wertschöpfung. Jeder von uns ist aufgerufen in seinem Bereich zu handeln."

 

Roswitha Reisinger

(C) lebensart

"Als Zwentendorf gebaut wurde habe ich mich erstmals mit Atomenergie auseinandergesetzt. Und mich dagegen entschieden, weil ich unseren Kindern keinen unbeherrschbaren Abfall hinterlassen wollte. Als 16-jährige durfte ich damals nicht abstimmen. Also haben wir Diskussionsveranstaltungen organisiert und Plakate geklebt um Erwachsene von unseren Bedenken zu überzeugen. Mittlerweile sind mehr als 30 Jahre vergangen und die Argumente haben sich nicht geändert. Deshalb bin ich überzeugte Befürworterin von erneuerbarer Energie und beziehe selbstverständlich sowohl privat als auch in unserem Unternehmen - LEBENSART - ausschließlich Ökostrom. Und wünsche mir, dass das noch viel mehr Menschen tun."

 

Günter Achleitner (Geschäftsführer von Biohof Achleitner und Biobauer)

Biohof Achleitner

"Für uns als Biobauern und Biovermarkter ist „NEIN zu Atomkraft und JA zu erneuerbaren Energien“ die logische Fortführung unseres Tuns. Wir setzen Strom sparsam ein und haben unseren Betrieb so ökologisch wie möglich gebaut: Bau als Passivhaus, Dämmung mit Stroh, Raumklimatisierung durch Pflanzen,... Mit einer Solaranlage machen wir unser Warmwasser, eine Photovoltaikanlage produziert für uns Strom. Alles was wir darüber hinaus brauchen, beziehen wir in Form von Strom aus erneuerbaren Energien. Für uns ist es selbstverständlich, so einen Beitrag zum Atomausstieg zu leisten."

 

Fee Kruse (Fee im Glück- Kinderkleidung)

Fee im Glück

"Der Umstieg auf Ökostrom geht so lächerlich einfach und wir sind sehr froh, diesen Schritt endlich gemacht zu haben. Ich möchte einfach bei dem Wahnsinn Atomstrom nicht mehr mitmachen. Deswegen ist unser zu Hause und unsere Firma garantiert atomstromfrei und stolz darauf!"

letztes Update: 12.09.2011 10:20
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