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Krsko, es war ein Ernstfall
Am 4. Juni 2008 kam es im Kernkraftwerk Krsko in Slowenien zu einem Zwischenfall. Der Zwischenfall wurde Österreich zuerst als Übung gemeldet, eine Behauptung, die sich schnell als unwahr herausstellte, denn es war ein Ernstfall – und keine Übung.
Arbeiter verstrahlt, Messung verweigert
GLOBAL 2000-Aktivisten führten vor Ort unabhängige Messungen durch, um das wahre Ausmaß festzustellen. Unabhängige Messungen wurden vom Betreiber vor Ort untersagt. Mit gutem Grund: Wie mehrere Medien berichteten wurden nämlich Arbeiter verstrahlt, wie sich Tage später herausstellen sollte. GLOBAL 2000 waren die ersten vor Ort, die objektive Messungen durchführten und aktiv gegen die Desinformations- und Verwirrungspolitik auftraten.
Was bleibt
Der Verlust von Kühlmitteln darf nicht heruntergespielt werden, denn er ist von hoher Relevanz für die Sicherheit des AKW. „Der Zwischenfall in Krsko zeigt, dass wir nicht nur europaweite Informationsverpflichtung brauchen, sondern dass diese auch auf ihre Einhaltung kontrolliert werden müssen. Bei vielen Zwischenfällen in den letzten Jahren wie z. B. in Ascó in Spanien wurde die Bevölkerung absolut unzureichend bis gar nicht informiert. Deswegen fordern wir unabhängige Experten und Sanktionen, wenn die Informationenspflicht nicht eingehalten wird“, sagt Silva Herrmann, Anti-Atom-Sprecherin von GLOBAL 2000.
Arbeiter in Tokaimura durch Verstrahlung gestorben
Dass es bei Störfällen in Atomkraftwerken zu Verstrahlungen von Arbeitern kommt, ist eine fast unvermeidbare Begleiterscheinung der Kernenergie. 1999 kam es im japanischen Tokaimura zu einem Unfall mit hoher Strahlung. Zwei von drei schwer verstrahlten Arbeitern starben an den Folgen und mehrere hundert Menschen aus der Umgebung wurden verstrahlt.















