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Baba, BPA!

GLOBAL 2000

GLOBAL 2000 machte Druck: Minister erlässt BPA-Verbot
Minister Stöger setzt das versprochene Verbot in Babyfläschchen und -saugern um. Die Durchsetzung des BPA-Verbots in Babyschnullern erfüllt ganz klar das von GLOBAL 2000 geforderte Vorsorgeprinzip bei Kleinkindern. Die Chemikalie muss aus dem direkten Umfeld von Kindern so weit wie möglich verbannt werden. Das Gesetz ist ein wichtiger Schritt in diese Richtung. Österreich ist damit eines der ersten Länder nach Dänemark, Frankreich und Schweden, die ein ähnliches Verbot durchgesetzt haben. Bleibt zu hoffen, dass die gesamte EU dem positiven Beispiel folgt und BPA aus allen kindernahen Produkten verschwindet.

Gefordert: Umfassender Schutz vor BPA

Weiterhin bleibt unklar, wie die restliche Bevölkerung und da besonders schwangere Frauen vor der allgegenwärtigen Chemikalie geschützt werden sollen. Über Lebensmittelverpackungen wie die Innenbeschichtung von Konserven- und Getränkedosen, gelangt BPA in unsere Lebensmittel und in weiterer Folge in unsere Körper. GLOBAL 2000 fordert von Minister Stöger nach wie vor einen umfassenden Plan zum Schutz der Bevölkerung und der Umwelt vor Bisphenol A. Dafür brauchen wir Unterstützung, zum Beispiel in Form von Spenden für unsere Kampagne gegen BPA

 

Chemie im Schnuller
Im Herbst 2009 machte GLOBAL 2000 erstmals auf die Belastung von Schnullern mit Bisphenol A (BPA) aufmerksam. Die Chemikalie, die wie ein Hormon wirkt, konnte in den getesteten Schnullern im harten Plastikschild sowie in den weichen Saugteilen nachgewiesen werden. Eine Folgestudie zeigte, dass sich die Chemikalie bei Verwendung aus dem Schildteil lösen und so über die Mundschleimhäute von Kindern aufgenommen werden kann. Auf den Druck von GLOBAL 2000 reagierten viele Schnullerhersteller mit dem Umstieg auf Bisphenol A-freie Produktion.

BPA macht uns krank
BPA steht schon seit längerem unter dem Verdacht in den Hormonhaushalt des Menschen einzugreifen und so möglicherweise bereits in kleinsten Dosen beträchtlichen Schaden anzurichten. Beeinträchtigung der Hirn-, Sexual- und Organentwicklung, Verhaltensauffälligkeiten, Dysfunktionen der Fortpflanzungsorgane, Krebs, Herz- Kreislauferkrankungen und Diabetes wurden bereits mit BPA in Verbindung gebracht.Wie gefährlich ist BPA?

Industriefreundliche Gesetze

Befasste WissenschaftlerInnen zeigen sich immer wieder besorgt über ein nicht ausreichendes Risikomanagement einer potentiell so gefährlichen Substanz. Die Europäische Union, die 'sichere' Höchstwerte für Chemikalien festlegt, bezieht sich in ihrer Risikoanalyse für Bisphenol A auf Studien, die BPA als harmlos darstellen. Die besagten Studien sind - wie für Risikobewertungen vieler Chemikalien und Pestizide üblich - von der Industrie finanziert und wurden von der überragenden Mehrheit unabhängiger Studien widerlegt. Das deutsche Umweltbundesamt kam gar zu dem Schluss, dass der derzeit EU-weit geltende sichere Höchstwert von BPA bis um das 2000-fache zu hoch liegt. Warum wird BPA nicht verboten?


Mehr Infos zu BPA:

Was ist Bisphenol A und wo steckt es drin?

Wie gefährlich ist BPA?

Warum wird BPA nicht verboten?

Plastik-Arten im Überblick: Welches Plastik man meiden sollte

 

 

letztes Update: 10.10.2011 13:50
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