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Das Gift in unseren Lebensmitteln

Wieder einmal ist Dioxin über Futtermittel in der Lebensmittelkette gelandet. Ein Bericht des deutschen Bundeslandwirtschaftministeriums legt offen: Sieben verdächtige Lieferungen mit Dioxin-verseuchtem Tierfutterfett gingen an Futterhersteller in mindestens vier deutschen Bundesländern. Im Dioxin-Skandal sind, nach Erkenntnissen der deutschen Bundesregierung, bis zu 3000 Tonnen verseuchtes Tierfutterfett hergestellt worden. Im Zentrum des Skandals steht der Futtermittelbetrieb Harles & Jentzsch. Dieser hatte jahrelang Fettreste aus der Industrie einem Futtermittelzusatz beigemischt. Insgesamt 527 Tonnen wurden an Futtermittelhersteller geliefert. So gelangte das Dioxin über das Tierfutter in Eier, Geflügel- und Schweinefleisch.

96dpi @ flickr.com

Die meisten Lebensmittelskandale haben ihren Ursprung im Futter. Ob das die Rinderkrankheit BSE ist oder jetzt wieder aktuell Dioxin im Essen. Futtermittelhändler sind bisher nicht verpflichtet ihre Ware routinemäßig auf Dioxin zu testen. Dadurch werden unzählige KonsumentInnen völlig unnötig mit Dioxinen belastet.

GLOBAL 2000 fordert:

  • JEDE Charge einer Futtermittelzutat muss auf Dioxine/PCBs getestet werden.
  • Bei Grenzwertüberschreitung ist die Charge gefahrlos zu vernichten.
  • Futtermittelhersteller müssen umfassend für Dioxineinträge haften.
  • Die amtliche Futtermittelüberwachung muss so ausgerichtet werden, dass keine einzige Zutat mehr in das Futter gelangt, die nicht die Grenzwerte einhält – ob Öl oder Getreide.
  • Dioxine und die dioxinähnlichen polychlorierten Biphenyle (PCB) sind giftig und zum Teil krebserregend. Sie können vom Körper nur sehr langsam abgebaut werden. Lebensmittel wie Fleisch, Fisch, Eier und Milch sind für 80 Prozent der menschlichen Gesamtaufnahme an Dioxinen verantwortlich.

    letztes Update: 05.01.2011 14:28
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