Chemikalien in Schnullern, Babyflaschen und Spielzeug
GLOBAL 2000 hat in Schnullern, Babyflaschen und Kinderspielzeug hormonell wirksame Substanzen nachgewiesen, darunter die Chemikalie Bisphenol A (BPA) sowie schädliche Weichmacher wie Phthalate und Nonylphenol.
Hormonell wirksame Chemikalie in Babyschnullern
In zehn handelsüblichen Babyschnullern wurde die hormonell wirksame Chemikalie Bisphenol A festgestellt. In den meisten Silikonschnullern fanden sich im Vergleich zu den Latexschnullern geringere Mengen von BPA mit Ausnahme der Marke AVENT, bei der sehr hohe Werte nachgewiesen wurden.
Testergebnisse
2009-10-01 09:11:52
Grafik zu Schnullertest
GLOBAL 2000
Belastete Schnuller geben Bisphenol A ab
Fünf von sechs untersuchten Schnullern gaben bereits nach einer Stunde in einer speichelähnliche Salzlösung Bisphenol A ab. Wie sich die Beanspruchung des Schnullers durch Nuckeln sowie mögliche Beschädigung durch die Zähne oder Materialermüdung durch Alterung auf den BPA-Wert auswirken, wurde dabei noch nicht untersucht.
Das von den Herstellern empfohlene Auskochen der Schnuller führte zu einer vielfachen Erhöhung der BPA-Werte.
Schnullertest
2009-10-15 12:12:05
Grafik zu Schnullertest
GLOBAL 2000
Welche Schnuller kann man verwenden?
Aus dem als „BPA-free“ beworbenen Schnuller des Herstellers MAM entwichen keine nachweisbaren Mengen BPA. Eine Alternative bieten auch Schnuller aus Vollkautschuk, die zwar in unserer Untersuchung nicht berücksichtigt werden konnten, die aber explizit als schadstofffrei ausgelobt werden (erhältlich in Bioläden, Bio-Supermärkten, übers Internet: z.B. www.panda.at
Babyflaschen aus Polycarbonat (PC) enthalten Bisphenol A
GLOBAL 2000 hat relevante Gehalte von Bisphenol A in einer Babyflasche der Marke NUK nachgewiesen. In Österreich sind Babyflaschen aus PC noch üblich. In Kanada und in Teilen der USA sind Babyflaschen aus PC bereits verboten. In Frankreich wird derzeit ein Verbot von BPA diskutiert.
GLOBAL 2000 empfiehlt, generell auf Babyflaschen und andere Behältnisse aus PC zu verzichten.
Alternativen sind Fläschchen aus Glas und Babyflaschen, die als „BPA-Free“ gekennzeichnet sind. Es gibt Babyflaschen und Saugeraufsätze, die zwar in unserer Untersuchung nicht berücksichtigt werden konnten, die aber explizit als schadstofffrei ausgelobt werden, z.B. www.panda.at
Um sicher zu stellen, dass Kinder und Säuglinge künftig keinem Risiko mehr durch BPA ausgesetzt werden, egal welchen Schnuller sie benutzen, arbeiten wir daran, eine gesetzliche Regelung auf europäischer Ebene zu erwirken, die BPA in Säuglings- und Kinderartikeln generell verbietet, hier dazu unsere E-Mail-Protest-Aktion
Elterninfo
2010-01-27 12:14:13
GLOBAL 2000















