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Regenwaldbroschüre

©global 2000

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Ananas? Nur bio und fair!

Lisa Kernegger im TV-Bericht über den Ananas-Anbau:


 

Gerade in der Winterzeit boomt der Konsum von Ananas. Der steigende Ananaskonsum hat aber fatale Auswirkungen auf Mensch und Natur. "Die Ananasproduktion zerstört Regenwald, gefährdet die Biodiversität und verunreinigt wegen des hohen Pestizideinsatzes Flüsse und so auch das Trinkwasser zahlreicher Dörfer Costa Ricas“, berichtet Lisa Kernegger, Regenwaldexpertin von GLOBAL 2000, nach einer Recherchereise nach Costa Rica, dem Hauptlieferant der Ananas.

In Costa Rica kommen Pestizide zum Einsatz, die bei uns längst verboten sind. Die Arbeitsbedingungen auf den Ananasplantagen sind extrem hart, schlecht bezahlt und wegen des hohen Pestizideinsatzes obendrein stark gesundheitsgefährdend.

Illegale Abholzungen von Regenwald

Die Ananas-Monokulturen umfassten 2005 bereits 25.000 Hektar Land in Costa Rica. Um die Anbauflächen zu vergrößern, kommt es immer wieder zu illegalen Abholzungen von Primärwäldern. Das wiederum führt zu einer Austrocknung der Region. Die Artenvielfalt wird bedroht.

 

Trinkwasser durch Ananasplantage vergiftet

Traurige Beispiele, welche Auswirkungen die Ananasproduktion auf die Bevölkerung haben kann, sind die Dörfer Milano, Cartagena und Cairo. Um die Anbaufläche bis ins Kleinste auszunutzen, wurden Ananas bis ans Ufer von Gewässern gepflanzt, was zu einer Verschmutzung dieser Gewässer mit Pestiziden führte. Die Folge ist, dass Trinkwasser mit Tankwägen ins Dorf gebracht werden muss, weil das Wasser der örtlichen Wasseranlage mit den Pestiziden Bromacil, Diuron und Triadimefon verunreinigt ist.


Schule neben Ananasplantage - Kinder leiden unter Kopfschmerzen und Übelkeit

In der Schule von Cartagena, die sich illegaler Weise nur ein paar Meter von den Ananasplantagen befindet, hängt ständig der Geruch von Pestiziden in der Luft. SchülerInnen klagen über Kopfschmerzen und Übelkeit.

Dank GLOBAL 2000 führen Supermärkte jetzt auch Bio- und Fairtraide-Ananas

Schon 2007 machte GLOBAL 2000 auf die skandalösen Anbaumethoden aufmerksam und forderte die Supermärkte dazu auf, endlich auch Bio- und Fairtrade-Ananas in ihr Sortiment aufzunehmen. Mit Erfolg. Denn nach MPreis führen nun auch Billa, Merkur und Adeg ökologisch und sozial verträgliche Ananas.

GLOBAL 2000 fordert weiterhin alle übrigen Handelsketten auf, nicht nur konventionelle, sondern auch Bio- und Fairtrade-Ananas zu verkaufen.


©GLOBAL 2000 ananas report pdf  2009-03-04 12:47:23
hintergrundpapier ananas
GLOBAL 2000
GLOBAL 2000-Ananas-Report (4,268 KB)

 

 

letztes Update: 23.04.2009 14:48
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