Mehr Nachrichten
-
10.02.12
GLOBAL 2000 zum IV-Positionspapier „Rohstoffsicherheit 2020+“: Deutliche Reduktion ... -
06.02.12
GLOBAL 2000 zu Fukushima: „Kaltabschaltung“ der Reaktoren bleibt weiter Fiktion: Temperaturanstieg ... -
27.01.12
Global 2000 begrüßt Neuauflage des Sanierungschecks für 2012: Klimaschützer ... -
24.01.12
GLOBAL 2000: OMV verteilt „Beruhigungspillen“ an die Bevölkerung in Poysdorf : Umweltschützer ...
In einer ...
lllegaler ...
Nach dem Appell an ...
In Semunying ...
von Jakob ...
Mit Tropenholz ist ...
5 x 5 Voices of ...
...
GLOBAL 2000 ...
Die Situation der ...
Lisa Kernegger im ...
Anlässlich des ...
Regenwald-Projekt Kolumbien

Die Situation der indigenen Völker in Kolumbien ist privilegiert. Bereits Mitte der 80er-Jahre wurden seitens der kolumbianischen Regierung indigene kollektive Landrechte anerkannt. Dieses Recht sowie das Recht auf Autonomie sind in der Verfassung verankert.
Heute besitzen die kolumbianischen Indios (1,7% der Bevölkerung) 18% des Landes, wovon der größte Teil in Amazonien liegt. Amazonien ist mit seinen ca. 180.000 km² mehr als doppelt so groß wie Österreich. Meist unberührter Regenwald, obwohl von Westen, den Anden, bereits einige Siedler einwanderten.
Lebendige Dorfgemeinschaften
Einen besonderen Schutz genießt diese Region dadurch, dass dieses Gebiet von Straßen absolut frei ist und der gesamte Verkehr nur über die Flüsse hinein und hinaus gelangen kann. Die Wasserstände wechseln rasch, sodass nur sehr kleine Boote, und nicht einmal diese das ganze Jahr hindurch die Flüsse befahren können.
In diesem Gebiet rund um die Flusssysteme Caquetá, Apaporis und Mirití ist eine Vielzahl indigener Völker seit Jahrtausenden zuhause. Sie leben in vielen kleinen Dorfgemeinschaften weitverstreut an den Flüssen.
Trotz kolonialer Gewaltherrschaft, Schuldsklaverei, Kriegen, kirchlichen Missionen, Krankheiten und Vertreibungen durch den weißen Mann, konnten diese Gemeinden ihre traditionellen Werte und Strukturen in erstaunlich hohem Maß lebendig erhalten und sich landesweit gut organisieren. Dadurch erhielten sie schließlich ihre Rechte.
Das Recht zu überleben
Ohne diese Rechte wäre für die Indios die Kontrolle ihrer Gebiete schwierig. Doch als von der Regierung anerkannte kollektive Landbesitzer können sie ihre Schutzfunktion für den Regenwald wahrnehmen.
Durch ihre schmerzlichen Erfahrungen in der Kolonialzeit ist die Übernahme der vollen Verantwortung bis hin zur Selbstverwaltung ein Lern- und Entwicklungsprozess, bei dem die Indios von einem engagierten Netzwerk nichtstaatlicher Organisationen (NGOs) unterstützt werden.
Viele kleine Projekte
Das Mittel der Wahl sind kleine "Mikroprojekte" in den verschiedenen Gemeinden entlang der Flüsse. Insgesamt umfasst dieser Prozess die Entwicklung eigener Bildungs- und Gesundheitssysteme, die politisch-rechtliche Verwaltung der Gebiete, die Verwaltung von Geldmitteln und die Entwicklung von wirtschaftlichen Kleinprojekten unter nachhaltiger Nutzung der Regenwälder.
Da es dabei immer um Bewusstwerdung und das Wiederbeleben der eigenen Kultur gehen soll, müssen die Ideen für die Projekte unbedingt aus den indigenen Dorfgemeinschaften selbst kommen.
Durch Zusammenarbeit und gegenseitigen Austausch zwischen traditionellem indianischen und westlichem Wissen werden dann lokal angepasste Modelle erarbeitet. Um diese Voraussetzungen erfüllen zu können, arbeitet GLOBAL 2000 mit der kolumbianischen NGO "COAMA" und mit der Londoner "GAIA-Foundation" zusammen.
Ein Modell für die Welt
Mit diesem Projekt wurde ein Modell geschaffen, das mittlerweile in den umliegenden Staaten Peru, Ecuador und Brasilien sowie von afrikanischen Ländern übernommen wird und für das die Dachorganisation COAMA, den "Right Livelihood Award", den Alternativen Nobelpreis, verliehen bekam.
Das Projekt
* Aufbau der indigenen Selbstverwaltung im Amazonasbecken
* Aufbau eines indigenen Bildungssystems
* Aufbau eines indigenen Gesundheitssystems
Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit der "Fundación GAIA", in Kolumbien abgewickelt.
Dieses Projekt wird aus den Mitteln der OEZA gefördert.













