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Die GLOBAL 2000 Regenwaldprojekte
Regenwaldphilosophie
Der Regenwald ist ein Lebensraum für Menschen, Tiere und Pflanzen. Indigene haben den Wald seit Jahrtausenden besiedelt, ihn gestaltet und verändert. Sie waren bis zum Kontakt mit den Europäern ein integraler Bestandteil des Regenwaldes. Doch dieser Zusammenhalt wurde im Kolonialismus und danach stark in Mitleidenschaft gezogen.
Einheit mit dem Wald
Traditionell lebende Indios bilden eine Einheit mit dem Wald. Sie sind von ihm abhängig, denn er versorgt sie mit Nahrung, Heilpflanzen, Baumaterial, und mit heiligen Gegenständen, die für ihre Kultur überaus wichtig sind; kurz gesagt, mit allem, was sie brauchen.
Sie haben das Wissen und auch strikte gesellschaftliche Regeln, den Wald nachhaltig zu nutzen und unter Einbeziehung aller Umweltbedingungen nie mehr zu entnehmen, wie aus der Kraft des Regenwaldes wieder hergestellt werden kann.
Die Stärkung der indigenen Kulturen der Regenwaldbewohner der wesentliche Punkt in der Projektarbeit von GLOBAL 2000. Nur so kann die nachhaltige Nutzung und damit der langfristige Schutz der Regenwälder gewährleistet werden.
Der Regenwald ist kein Niemandsland
Der Regenwald ist kein Niemandsland: indigene Territorien bedeckten bis zur Ankunft des Weißen Mannes den gesamten Regenwald. Auch heute noch ist ein Großteil des Regenwalds im Amazonasbecken besiedelt.
Diese unzugängliche Landschaft wird nur durch zahlreiche Flussläufe erschließbar, und gerade an diesen leben die Indios, die dadurch jeden Eindringling sofort wahrnehmen und sofern notwendig, auch aufhalten können. Kein Nationalstaat der Welt hätte die Mittel, den Regenwald so umfassend durch Institutionen wie Nationalparks, oder durch Freikaufen schützen zu können und die wirtschaftliche Ausbeutung - legal oder illegal auf die Dauer zu verhindern.
Der Wald braucht starke Menschen
Wenn es gelingt die Indios in einer neuen, offiziellen Funktion als Hüter und Beschützer des Waldes zu bestärken, haben der Regenwald und die indigenen Völker eine Chance zu überleben. Das Ziel ist also, ein neues Selbstbewusstsein und die Selbstbestimmung der indigenen Völker zuzulassen und zu fördern, um damit das Überleben der Indios und damit auch das der Regenwälder zu sichern.
GLOBAL 2000 setzt sich aktiv für die Erhaltung der Tropenwälder ein. Der Ansatz bei der Projektarbeit ist, die kulturellen, sozialen und physischen Bedürfnisse der indigenen und ansässigen Bevölkerungen mit der Erhaltung des Ökosystems Regenwald zu vereinen. Dieser Ansatz geht weit über bloßen Schutz sensibler Regionen und Ökosysteme durch die Ausweisung und Bevormundung der darin lebenden Menschen hinaus.
Derzeit führt GLOBAL 2000 in folgenden Ländern Regenwald-Projekte durch:
* Kolumbien
* Brasilien














