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Sieben Argumente gegen die Lobau-Autobahn
Sieben Argumente gegen die Lobau-Autobahn
1. Hochrangige Straße und Nationalpark schließen sich aus: Denn ein Nationalpark hört nicht 60 Meter unter der Erdoberfläche auf. Der Tunnel wird durch zwei sensible Grundwasserhorizonte führen. Zudem herrscht im Nationalpark ein sogenanntes Verschlechterungsverbot, was im Bezug auf Autoabgase sicherlich gebrochen wird.
2. Geplante Trasse ist die mit Abstand schlechteste Variante: Die derzeit geplante Querung der Lobau an der breitestmöglichen Stelle des Nationalparks ist laut Strategischer Umweltprüfung der Stadt Wien die mit Abstand schlechteste Trasse: Sie ist am wenigsten “verkehrswirksam” für Wien , führt zum höchsten CO2- und Abgasanstieg und verursacht den größten Baudruck auf den Grüngürtel. Deshalb auch die Bezeichnung mehr als "Speckgürteltrasse" auch gerechtfertigt.
3. Lobau-Autobahn wird Teil einer Transitstrecke: Die Lobau-Autobahn wird gerne als notwendige Ableitung der im Bau befindlichen Nord-Autobahn dargerstellt. Ein unnötiges Projekt begründet also ein anderes! Tatsächlich würde die Nordautobahn ohne Lobau-Autobahn in die ohnehin überlastete Südosttangente münden. Dieser Wahnsinn soll nach offizieller Planung aber sowieso stattfinden, nämlich zwischen 2010 (Inbetriebnahme der Nordautobahn) und 2018 (Fertigstellung der Lobau-Autobahn). Langfristig soll die Lobau-Autobahn Teil einer Transitstrecke zwischen Polen und Tschechien einerseits und Südosteuropa anderseits werden.
4. Lobau-Autobahn löst keine Verkehrsprobleme: Oft wir die Lobau-Autobahn als Entlastung des Südost-Tangente gesehen. Doch nur 5 % "Entlastung" werden prognostiziert. Drastischer zeit dies eine von Shell bei der Universität für Bodenkultur in Auftrag gegebene Studie auf: Trotz Lobau-Autobahn und anderer damit verbundener Straßenbau-Projekte wird die Anzahl der überlasteten Straßen in Wien zu- und nicht abnehmen.
5. Lobau-Autobahn schwächt den Öffentlichen Verkehr: Durch die Lobau-Autobahn werden die Öffentlichen Verkehrsmittel einen Passagierrückgang erleiden. Das trifft sowohl für die im Bau befindliche U-Bahnline U2, als auch die Schnellbahnlinien der Region zu.
6. Lobau-Autobahn – eine Feinstaub- und CO2-Schleuder: Die Lobau-Autobahn führt zur Gänze durch Feinstaub-Sanierungsgebiet. Die Straße wird eine Zunahme von Autoverkehr verursachen, was wieder zu mehr Feinstaub- und Treibhausgas-Emissionen führen wird.
7. Die Wiener Bevölkerung lehnt die Lobau-Autobahn ab: Im Dezember 2004 hat GLOBAL 2000 eine repräsentative ISMA-Umfrage in Auftrag gegeben, deren Resultate Bände sprechen: Die Mehrheit der Wienerinnen und Wiener lehnt den Bau der Lobauautobahn strikt ab beziehungsweise hält ihn für unwichtig. 63 Prozent der Befragten sind gegen den Bau der Lobau-Autobahn, 77 Prozent der Befragten halten den Bau für unwichtig.















