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FoE Nigeria als Sprachrohr für die Bevölkerung
Environmental Rights Action — FoE Nigeria
Ölgestank liegt in der Luft. Dort wo einst Mangrovenbäume und Sümpfe Lebensraum für eine artenreiche Tierwelt boten, ragen heute die schwarz gefärbten Stämme der toten Bäume aus den verseuchten Gewässern. Äcker und Fischteiche sind von einem dicken Ölteppich bedeckt. Die unkontrollierte Öl- und Gasförderung von Shell und anderen Ölkonzernen hat das Ogoniland im Niger-Delta zu einer der am stärksten verpesteten Regionen der Welt gemacht.

ERA als Sprachrohr der lokalen Bevölkerung
Unsere nigerianische FoE-Partnerorganisation Environmental Rights Action (ERA) setzt sich für die lokale Bevölkerung ein. Diese hofft, sich durch Environmental Rights Action bei der Regierung und den Ölkonzernen Gehör verschaffen zu können. Die Menschen fordern von den Verantwortlichen, sich die Katastrophe persönlich anzusehen. Sie verlangen Entschädigungszahlungen und dass ihr Land wieder nutzbar gemacht wird. FoE-Nigeria und ihr Leiter Nnimmo Bassey, auch Vorsitzender von Friends of the Earth International, kontrollieren die Aktivitäten der Ölkonzerne im Niger-Delta. Für ihr Engagement und ihren Mut erhielten sie bereits 1998 den Sophie-Preis, einen internationalen Umwelt- und Entwicklungspreis. Nnimmo Bassey bekam 2010 sogar den alternativen Nobelpreis verliehen. Dennoch, allem Einsatz zum Trotz leidet die nigerianische Bevölkerung nach wie vor unter der Ausbeutung ihres Landes.
Aufruf zum Stopp der Investitionen
Viele Länder profitieren vom Ölrausch in Nigeria, ungeachtet der vielen Menschenleben, die dieser fordert. Im vergangenen Februar etwa legt Nnimmo Bassey dem Ethikrat des norwegischen Ölfonds — in dem die enormen Erträge aus dem Ölexport angelegt werden — nahe, auf die Beteiligungen an Shell zu verzichten. 22 weitere NobelpreisträgerInnen, und fünf Jury- und Vorstandsmitglieder unterschreiben diese Petition. Es ist ethisch nicht vertretbar, dass der norwegische Fonds weiterhin von den Investitionen profitiert, während Shell nach wie vor Umwelt und Menschen in Gefahr bringt. Sechs Monate nach der Veröffentlichung eines UNEP-Berichts, der die katastrophalen Auswirkungen im Ogoniland aufzeigt, haben Shell und die nigerianische Regierung immer noch nichts unternommen, um das Land vom Öl zu befreien. Der norwegische Ölfonds könnte so Druck auf Shell ausüben, damit sich dieser endlich seiner sozialen und umweltpolitischen Verantwortung stellt und andere im Niger-Delta operierende Ölkonzerne mitreißt.
















