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Schritt für Schritt zur Gentechfreiheit

In der Gentechnikfreie Milch-Kampagne von GLOBAL 2000 gibt es bereits einige Erfolge zu verzeichnen: Auch der Handel erklärt sich zur Kooperation bereit.

GLOBAL 2000

Auf Handelsseite hat sich seit Beginn unserer Kampagne schon einiges getan. Die Hofer KG hat uns zugesagt, bis Ende des Jahres alle Milchprodukte gentechnikfrei auszuloben. Und, was noch wesentlich mehr auf dem Markt wiegt, die REWE Group hat die Eigenmarke Clever mit dem Gütesiegel der ARGE Gentechnikfrei versehen. Das ist ein bedeutender Erfolg: Die KonsumentInnen haben somit absolute Sicherheit über die Gentechnikfreiheit des erworbenen Produkts. Mit den Bio-Marken "Ja Natürlich" und "Natur Pur" haben die größten heimischen Supermarkt-Ketten schon länger ein Top-Angebot an gentechfreien Milchprodukten zur Verfügung und das mit den weiteren Vorzügen dieser edelsten Form der landwirtschaftlichen Produktion. Wir bleiben weiter dran. Wir fordern vom Handel, dass ausschließlich gentechnikfreie Milchprodukte in die Regale kommen. Dazu muss er von allen seinen ProduzentInnen die garantierte Gentechnikfreiheit verlangen. Mit Hilfe der KonsumentInnen, die unsere Gentechnikfreie Milch-Kampagne unterstützen, können wir gemeinsam dafür sorgen, dass unerwünschte Lebensmittel aus den Kühlregalen der Handelsketten verschwinden. Gentechnik ist und bleibt eine Risikotechnologie und ihre Folgen sind nicht abschätzbar.

Milchbauer und -bäuerinnen unter Druck

Die immer skrupelloseren Vorstöße der Gentechlobby setzen Österreichs LandwirtInnen unter enormen Druck. Österreichs Milchbauern- und bäuerinnen halten dennoch stand – sie setzen weiterhin auf das teurere nicht genmanipulierte Viehfutter, obwohl sie das viel Geld kostet. Denn zusätzlich zu den Mehrkosten des Futters müssen sie auch noch den Beweis erbringen, dass ihre Produkte nicht gentech-verseucht sind, sprich die Gentechfreiheit derselben zertifizieren – das geht auf die eigene Brieftasche. Und da können viele nicht mehr mithalten gegen Gen-Billigmilch aus anderen EU-Ländern. Täglich müssen in Österreich neun Milchbauern- und bäuerinnen ihren Betrieb aufgeben. Mit unserer Gentechnikfreie Milch-Kampagne unterstützen wir die heimischen Milchbauern- und bäuerinnen. Es sind die KonsumentInnen, die mit ihrem Griff zu Qualitäts-Milchprodukten das Überleben der LandwirtInnen sichern können.Vom Handel fordern wir, dass ausschließlich gentechfrei-zertifizierte Milchprodukte angeboten werden. Auch die heimischen Molkereien haben bereits ihren Beitrag zur Rettung der Almwirtschaft geleistet. Beinahe alle haben ihr Sortiment auf gentechfrei umgestellt. Die Tirolmilch hat 2003 als erste Molkerei des Landes einen Teil ihres Sortiments auf gentechnikfrei umgestellt, und ist damit Vorreiterin der gentechfreien Milch in Österreich. Die NÖM AG hat bereits seit 2005 ihr komplettes Frischmilchsortiment auf kontrolliert gentechnikfreie Erzeugung umgestellt und damit einen massiven Schub innerhalb der Molkereibranche ausgelöst. Auch die Berglandmilch ist garantiert gentechfrei. Die Kärntner Milch, die Obersteirische Molkerei, die Pinzgau Milch, die Stainzer Milch und die Gmundener Milch haben ebenfalls ihre Produktion umgestellt. Weiters hat die Vorarlberger Milch sich verpflichtet, kein Gentech-Soja im Futtermittel zu verwenden. Das ist gut, aber auch hier fordert GLOBAL 2000 die Zertifizierung nach dem Lebensmittelkodex, denn nur diese garantiert durch unabhängige Kontrolle die hohe Qualität. Allein von der Salzburger Alpenmilch haben wir noch kein offizielles Statement. Dort wird unsere Anfrage noch bearbeitet. Wenn jedoch der österreichische Handel auf unsere Forderungen einsteigt und die Zertifizierung zur Bedingung macht, dann werden sich auch die Salzburger der Gentechfreiheit nicht mehr verschließen können.

letztes Update: 05.10.2009 09:15
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