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Friends of the Earth
Das weltweit größte Umweltnetzwerk Friends of the Earth erstreckt sich mittlerweile auf 71 Länder dieser Erde. Ein Erfolg auf nationaler Ebene ist ein gemeinsamer Erfolg für uns alle, für unsere Umwelt, für unser Klima.
Milieudefensie — Friends of the Earth Netherlands
Die Niederlande gehören zu den am dichtesten besiedelten Länder der Welt. Unberührte Naturlandschaften stellen eine Seltenheit dar. Vor diesem Hintergrund ist Milieudefensie, unsere niederländische FoE-Partnerorganisation, seit 1971 vorwiegend im Bereich Verkehr tätig und versucht dem schnell voranschreitenden Ausbau des Straßennetzes entgegenzuwirken. Die in den Niederlanden weit verbreitete Massentierhaltung ist ein weiterer Arbeitsschwerpunkt von Milieudefensie.
Kritik an Förderung von Schiefergas
Durch die steigenden Öl und Gaspreise gewinnt in den Niederlanden die Förderung von Schiefergas zunehmend an Bedeutung. Schiefergas ist die Bezeichnung für Erdgas, das in metamorphen Gesteinsschichten lagert und bisher wegen der hohen Abbaukosten für die Konzerne uninteressant war. Der Abbau selbst verlangt unter anderem den Einsatz von Sprengungen, Millionen Litern Wasser und bis zu zwölf verschiedenen krebserregenden Stoffen. Dieser umweltbelastenden Form der Erdgasgewinnung entgegenzutreten ist daher ein neuer Schwerpunkt der Umweltarbeit von Milieudefensie.
Shell vor Gericht
Milieudefensie setzt sich aber nicht nur für die Niederlande selbst ein, sondern auch für Länder, deren Umwelt von niederländischen Unternehmen verschmutzt wird. Gemeinsam mit Environmental Rights Action (FoE-Nigeria) hat Milieudefensie ein gerichtliches Verfahren gegen den niederländischen Öl-Konzern Shell eingeleitet, um diesen für die katastrophalen Ölverschmutzungen im Niger-Delta zur Verantwortung zu ziehen. Gerichtliche Verfahren gegen Mineralölkonzerne einzuleiten, ist für die Gemeinden in den betroffenen Gebieten auf Grund der hohen Prozess- und Anwaltskosten ein beinahe aussichtsloses Unterfangen. Milieudefensie hat es vier Gemeinden ermöglicht, gegen den Öl-Multi Anklage zu erheben. Milieudefensie fordert die Zulassung der auf Wikileaks veröffentlichten Papiere bei den Prozessverhandlungen. Diese zeigen die Verstrickungen des Öl-Multis und der Regierung Nigerias bis in die höchste politische Ebene und könnten Korruptionsvorwürfe gegen den Konzern bestätigen. Eine angemessene Entschädigungszahlung für die Opfer und die Beseitigung der Ölverschmutzung ist hier das Ziel.
Um das gerichtliche Verfahren auch künftig am Laufen zu halten, ist jede Unterstützung wichtig. Weitere Informationen finden Sie auf shell.global2000.at


















