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Pimp up your shirt!
Sommer, Sonne, Eis und — in den Geschäften die neuesten Sommer-Modetrends: Wer kann da schon auf ein paar neue Teile für die Sommergarderobe verzichten. Sie nicht? Sollten Sie aber — in Anbetracht der verheerenden Auswirkungen des Baumwollanbaus könnten Sie es doch mal damit probieren: Peppen Sie Ihre alten Stücke auf und voilà — fertig sind die ultimativen Designerstücke.
Am besten nicht nachdenken darüber, wo all die Kleidungsstücke in den Kaufhäusern herkommen, sonst kommt man am Ende noch auf Dinge, die man eigentlich gar nicht wissen will …
Wer über seinen Schatten springt und ein bisschen weiter als bis zur Nasenspitze denkt, dem wird schnell klar: Unser unersättlicher Modehunger hat seinen Preis. Einen immens hohen Preis, den wir — zumindest nicht unmittelbar — nicht einmal selbst bezahlen. Unser Tipp für alle, die mit gutem Gewissen nicht auf ihr neues Outfit verzichten wollen: Pimp up your shirt!
Verschönern Sie Ihre alten T-Shirts, Blusen und Hemden, peppen Sie Ihr Outfit auf. Das macht Spaß, spart Ressourcen und Geld und beruhigt Ihr soziales Gewissen. Lassen Sie sich von den neuesten Trends oder Ihrer eigenen Fantasie inspirieren.
Der Baumwollanbau schadet der Umwelt und tötet Menschen
Die Baumwollproduktion ist enorm wasserintensiv. In niederschlagsarmen Gegenden ist die Baumwollproduktion daher von künstlicher Bewässerung abhängig. Aus dem Aralsee, früher einmal der viertgrößte Binnensee der Erde, wird seit Jahrzehnten Wasser für die Bewässerung der riesigen Anbauflächen für Baumwolle in Kasachstan und Usbekistan entnommen. Weil aber die Gegend sehr trocken ist und es nur wenig Niederschlag gibt, ist der Wasserspiegel des Aralsees um über 20 Meter gesunken und beinahe die Hälfte des Sees bereits ausgetrocknet.
Baumwolle ist eine hochentwickelte Kulturpflanze und wird ständig mit Pestiziden behandelt. Diese schaden aber nicht nur der Umwelt, sondern auch den Menschen, die damit in Kontakt kommen, etwa PestizidarbeiterInnen. Noch dazu wird
Baumwolle vorwiegend in Entwicklungsländern angebaut, wo die Arbeitsbedingungen verheerend sind. Die ArbeiterInnen werden dort regelrecht ausgebeutet. In Usbekistan, einem der weltweit größten Exporteure von Baumwolle, schätzt man die Anzahl von Kindern, die gezwungen sind bei der Baumwollernte zu helfen um die staatlich verordneten Baumwollproduktionsquoten zu erfüllen, auf mehr als zwei Millionen.
Farben und Chemikalien sind oft giftig
Aber nicht allein die Pestizide, die im Baumwollanbau eingesetzt werden, machen das T-Shirt zum wahren Killer. Die in der Verarbeitung verwendeten Farben und Chemikalien sind ebenfalls oft giftig und gefährden TextilarbeiterInnen. Bevor ein Bekleidungsstück daheim im Kasten landet, hat es einen langen Weg hinter sich. Die einzelnen Arbeitsschritte, wie die Verarbeitung, das Färben und das Nähen finden meist in unterschiedlichen Ländern und sogar Kontinenten statt. Der CO2-Rucksack eines T-Shirts liegt je nach Größe zwischen fünf und neun Kilogramm CO2.
Die Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie sind meist ebenso katastrophal wie auf den Baumwollfeldern. Beim Sandstrahlen von Jeans, damit diese den modischen „used look“ bekommen, wird quarzhältiger Sand mit Hochdruck auf den Stoff geblasen. Dabei gelangt der Sandstaub in die Luft und und in der Folge in die Lunge der ArbeiterInnen, die meist ohne ausreichende Schutzkleidung arbeiten. Dieser Staub verursacht die unheilbare und oft zum Tod führende Krankheit Silikose (Staublunge). Mehr über das Sandstrahlen von Jeans und was Sie als KonsumentIn dagegen tun können unter cleanclothes.at
Leider sind auch Kunstfasern keine gute Alternative zu Baumwolle. Diese sind genauso umwelt- und gesundheitsbelastend wie Baumwolle.
Was kann ich tun?
Wenn es unbedingt ein neues Kleidungsstück sein muss, wählen Sie Kleidung aus Bio- Fairtrade-Baumwolle. Und sonst? Wie gesagt: Pimp up your shirt!






















