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REdUSE – weniger ist mehr
Haben Sie sich schon mal gefragt, woher die Baumwolle Ihres T-Shirts kommt und unter welchen Bedingungen sie erzeugt wurde? Oder woher das Lithium in ihrem Handy stammt und was damit passiert, wenn das Handy ausgedient hat? Mit solchen und ähnlichen Fragen werden wir von GLOBAL 2000 uns in Zukunft ausführlich beschäftigen.
Wir alle sind von Rohstoffen, Wasser und Energie abhängig. Ohne die Nutzung dieser natürlichen Ressourcen hätten wir weder zu essen noch würde unsere Gesellschaft oder Wirtschaft funktionieren. Viele Ressourcen sind jedoch ernsthaft bedroht, übernutzt zu werden oder gar zu versiegen.
Der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er bricht
Der anhaltend hohe Ressourcenverbrauch der westlichen Welt, die rasche Industrialisierung in Ländern wie China oder Brasilien und das weltweite Bevölkerungswachstum sind mit schuld daran, dass die Nachfrage nach natürlichen Ressourcen weiter steigt – und damit auch der Druck auf unsere Umwelt.
Viele Probleme der heutigen Zeit sind das Ergebnis dieses extremen Ressourcenkonsums, der daraus resultierenden hohen Abfallmengen und der intensiven Flächennutzung durch uns Menschen. Die „Ressourcenfrage“ ist damit eine der größten Herausforderungen unserer Zeit.
Ressourcenhunger geht auf Kosten von Mensch und Umwelt
Im Rahmen von „REducing Resource Use for a Sustainable Europe” (Reduzierung des Ressourcenverbrauchs für ein nachhaltiges Europa) kurz REdUSE wird sich GLOBAL 2000 gemeinsam mit anderen Friends of the Earth-Organisationen in den nächsten Jahren für die Reduzierung des Ressourcenverbrauchs in Europa und somit auch in Österreich einsetzen. Ziel von REdUSE ist es, der Öffentlichkeit klar zu machen, welch negative Auswirkungen der Ressourcenhunger auf die Gesellschaft und die Umwelt hat. Anhand von konkreten Beispielen sollen komplexe Zusammenhänge leicht verständlich erörtert und wissenschaftliche Erkenntnisse einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Unsere Aufgabe als Umweltschutzorganisation ist es jedoch nicht nur Probleme aufzuzeigen, sondern auch dafür Lösungen vorzuschlagen und voranzutreiben.
Recyceln – ein erster wichtiger Schritt
Ein erster Schritt zur Lösung des Ressourcenproblems ist sicherlich das Recyceln von Rohstoffen. Würde die Recyclingquote EU-weit 70 Prozent betragen, könnten innerhalb der EU bis zu 322.000 neue „green jobs“ geschaffen werden. Dazu müssten allerdings zusätzliche 115 Millionen Tonnen Glas, Papier, Plastik, Metall sowie Holz und Bioabfälle recycelt werden und nicht wie jetzt deponiert oder verbrannt werden.
Recyceln alleine ist aber sicherlich zu wenig um den Ressourcenverbrauch Europas zu verringern, es müssen eine Reihe von politischen Maßnahmen gesetzt werden um das zu erreichen. Eine erste Forderung an die Politik ist, den Ressourcenverbrauch Europas genau zu erheben, denn nur wenn bekannt ist, wie viele Ressourcen Europa wirklich verbraucht, können Maßnahmen zur Senkung des Verbrauchs beschlossen werden.
Die Studie: „More jobs, less waste“ (Mehr Jobs, weniger Abfall) finden Sie auf Englisch auf unserer Homepage unter lesswaste.global2000.at.
REdUSE
„REducing Resource Use for a Sustainable Europe” (Reduzierung des Ressourcenverbrauches für ein nachhaltiges Europa) führt GLOBAL 2000 zusammen mit Partnerorganisationen aus Ungarn, der Tschechischen Republik, Frankreich, Belgien, dem Großbritannien (außer Schottland), Togo, Kamerun, Brasilien und Chile durch.
Der Name REdUSE beinhaltet auch schon eine Botschaft des Projekts: „reuse“ – also wiederverwenden und der Klang des Namens erinnert an „reduce“, also verringern.
Das Projekt RedUSE wird zur Hälfte von der EU finanziert.
















