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Und die Hoffnung stirbt zuletzt
Und die Hoffnung stirbt zuletzt Die Weltklimakonferenz in Cancun hat ihre Pflicht erfüllt: Das Vertrauen in den UN-Prozess, das nach dem Beinahe-Kollaps der Verhandlungen in Kopenhagen verloren gegangen ist, wurde zumindest teilweise wiederhergestellt. Außer der Einrichtung eines Green Climate Fonds sind aber alle wichtigen Entscheidungen wieder einmal verschoben worden: auf die COP 17 in Durban.
Als sich Ende November letzten Jahres tausende Delegierte im mexikanischen Urlaubsparadies Cancun zur Weltklimakonferenz COP 16 versammelten, war ihnen die Anspannung ins Gesicht geschrieben: Nach dem gescheiterten Klimagipfel in Kopenhagen wäre ein weiterer Misserfolg fatal für den gesamten UN-Prozess gewesen.
Zäher Kampf ums Klimaabkommen
Doch die Verhandlungen liefen nicht nach Plan. Gleich zu Beginn löste die japanische Delegation Bestürzung aus: „Unter keinen Umständen wird Japan eine zweite Kyoto-Periode unterstützen.“ Harte Eröffnungsworte aus dem Heimatland des bestehenden Klimaabkommens. Nachdem 2012 das bestehende Klimaabkommen von Kyoto ausläuft, war es nämlich das vorrangige Ziel der Klimaverhandlungen, ein Nachfolgeabkommen abzuschließen. Damit blieb also auch in Cancun das so dringend von den Industriestaaten erwartete Signal aus, dass sie ein verbindliches Klimaschutzabkommen akzeptieren würden.
Klimaschäden - wer zahlt?
Ein greifbares Ergebnis von Cancun ist die Einrichtung eines Green Climate Fund, der Klimaschutz-Projekte in Entwicklungsländern finanzieren soll. Schätzungen der UN zufolge werden Entwicklungsländer pro Jahr 500 bis 600 Milliarden Dollar benötigen, um sich gegen die Folgen der globalen Erwärmung zu wappnen. Der Fond ist eingerichtet, Geld ist allerdings noch keines drin. Über seine Befüllung soll heuer entschieden werden.
Klima- und Waldschutz - zwei Paar Schuhe?
Österreich spielte bei den Klimaverhandlungen in Cancun eine unrühmliche Rolle. Abgesehen davon, dass Österreich seine Klimaziele im Inland weit verfehlen wird, setzten sich unsere VertreterInnen für eine Bilanzierungsform der Waldemissionen ein, die die ohnehin völlig unzureichenden Angebote der Industriestaaten weiter verwässern würde.
GLOBAL 2000 hat sich daraufhin mit einer E-Mail-Protestaktion an Bundesminister Berlakovich gewandt und ihn aufgefordert, den Klimawandel nicht durch Bilanzfälschungen noch weiter anzuheizen. Auch hier ist eine Entscheidung noch offen. Vielleicht gelingt es ja heuer in Durban, die Klimaverhandlungen zu einem guten Abschluss zu bringen. Die Hoffnung stirbt zuletzt. Ein spannendes Jahr kann erwartet werden, GLOBAL 2000 bleibt jedenfalls dran.
















