GLOBAL NEWS 4/11

©GLOBAL 2000

Artikel der Woche

©Kostnixladen 1050 Wien

Mit Kostnix-Prinzip gegen Konsumwahn

Mitmachen

©GLOBAL 2000

Buch-Vorstellung

©Lukas Wank

Der Mensch als Naturkatastrophe: Permakultur nach Sepp Holzer

facebook

Twitter

Videos

©GLOBAL 2000

Hinweis: Für eine korrekte Darstellung der Seite muss JavaScript aktiviert sein. JavaScript können Sie in den Einstellungen Ihres Browsers aktivieren.
Water makes the world go 'round
Ohne Wasser kein ...
Baumwolle - lebensnotwendig
Im Rahmen des ...
Große Ressourcen-Konferenz
Im Rahmen unseres ...
Juchee, BPA in Schullern ist passe
Schon vor zwei ...
Keine Kohle für Atom
Nach der ...
Schlaf Kindlein schlaf ...
Von gutem Schlaf ...
Ein g'sundes Happl in Ehren ...
Um für die ...
Der Kampf gegen Bio-Piraten
Das UN Permanent ...
Milieudefensie - FoE Netherlands
Das weltweit ...
Wegwerfen ist geil!
„Liebes ...
Sensible Knollen
Im Vergleich zu ...
"Das große Schweigen"
- der neue ...
Die Süße des Sommers
Die klassische ...
Das Klimaschutzgesetz kommt
Nach jahrelangen ...
Ein sauberer See
In Österreich ...
Die Welt nach Fukushima
Am 11. März ...
An der Seele gesund
Gesunde Kinder ...
Fragen allein ist zu wenig ...
Das wichtigste ...
Hnuti Duha - FoE Tschechien
Hnuti DUHA — ...
Mangroven in Gefahr
Mangroven wachsen ...
Diät per Gesetz
Ab 1. September ...
Kinderleben retten: auch am Wochenende
Freudige ...
Ferienaufenthalte
Seit 15 Jahren holt ...
Weg vom Dreck
In Österreich ...
Pimp up your shirt
Sommer, Sonne, Eis ...
Pestizide bei Schulkindern
Die GLOBAL ...
Vorhang auf für Berlakovich
Weil die Bienen ...
Klima: 5 vor 12 und Österreich schläft
Neue Klimaberichte ...
Ökostrom-Gesetz
Herannahende ...
Das AMA-Gütesiegel — eine (Ent)Täuschung
Was die ...
Addio Plastiksackerl
Während ...
Uranabbau im Outback Australiens
Viertausend Tonnen ...
Anti-Atom-T-Shirts
25 Jahre nach ...
"Essen, tanken oder Sackerl?"
Im Zuge des ...
Außen hui, innen pfui
Stellen Sie sich ...
Das unsichtbare Erbe ...
Viele Pestizide ...
Ich wollt, ich wär (k)ein Huhn ...
Unsere Lebensmittel ...
"Diesmal bin ich zuversichtlich ..."
Heuer feiert das ...
Österreich radelt zur Arbeit
Um die seit 2007 ...
Und die Hoffnung stirbt zuletzt
Und die Hoffnung ...
No more Moor
Wie so oft bei ...
Trauben ohne Gift
Eine der zentralen ...
Bienensterben: ImkerInnen klagen an
Und die Politik ...
"Wenn ich wieder gesund bin, werde ich .
GLOBAL 2000 ...
Atomkuchen statt Strabag-Aktien
GLOBAL 2000 zu ...
REdUSE - weniger ist mehr
Haben Sie sich ...
Alu - Gift für die Umwelt
Im ...
Australiens Urwälder atmen auf ...
...
Zuerst das Ei und dann die Henne
2010 wurden auf ...
Leben wie im Märchen
Diesen Sommer kam ...
Europas gefährlichstes Atomprojekt
Seit 24 Jahren wird ...
Die Verantwortung der Unternehmer
STRABAG-Chef Hans ...
EU-Skandalbehörde EFSA
Mit der ...
Entwicklung oder selbstbestimmte Ent-wic
Die massive ...
Großer Erfolg für GLOBAL 2000
Über die ...
Bienensterben auf der Staatsoper
Während ...
Pestizide unser täglich Gift
Die konventionelle ...
"Da passieren kleine Wunder"
Dr. Ludmilla ...
Missbrauch von Steuergeldern
Mehr als eine ...
Der Wald als Ware (2)
In der letzten ...
Umweltpreis für Thuli
San Francisco, ...
Der Wald als Ware
Indonesien ist ein ...
Der Wald ist unser Leben
Durch illegalen ...
Jetzt erst recht
In der letzten ...
Teures Design auf Kosten der Umwelt
Die Kaffeekapsel: ...
Ein Sommer voller Gemüse
Seit über 20 ...
Israel bald auf dem Trockenen?
Die Lebensader ...
Neue Schutzgebiete für die Seringueiros
Vor zehn Jahren ...
Schnuller müssen sicher sein
GLOBAL 2000 hat ...
Was erwartet uns in Kopenhagen?
In der ...
EFSA-Gutachten unzureichend
Im Juni ...
Wir lassen Euch nicht im Stich ...
Seit 13 Jahren ...
Mehr als nur Ferien
130 ...
Schritt für Schritt zur Gentech-Freiheit
In der ...
Nanotechnologie
Nanotechnologie ...
Die Bienen sterben
... und der ...
Heiße Luft statt Pestizide
GLOBAL 2000 ...
Noch mehr Sommer, Sonne und frische Luft
... für die ...
Tropenholz
Mit Tropenholz ist ...
Wildes, wertloses Land?
15 Jahre gibt es ...
Schlank mit Ananas?
Ausgehungert werden ...
Trinkwasser für die Kinder
Trinkwasser aus der ...
Rettung für Babys
Die Stadtgemeinde ...
Erfolg AKW Mochovce
Die Pressemeldungen ...
Gletscher in Gefahr
Österreichs ...
Mit Bio sparen
In Zeiten der ...
Ent-wicklung
Von 19.4 bis 30.4 ...
GLOBAL NEWS 1/2010
Das Magazin ...
GLOBAL NEWS 4_10
...
Zweitfrau im Interview
„I use my ...
Studien Andres Carrascos
...
GLOBAL NEWS 2_11 pdf
...
GLOBAL NEWS 3_11
...
GLOBAL NEWS 4_11
...
 

Der Wald als Ware (2)

In der letzten GLOBAL NEWS-Ausgabe haben wir mit den Eindrücken einer Reise durch Indonesien begonnen und über illegalen Holzeinschlag, Plantagen für Monokulturen und bedrohte Arten im Regenwald berichtet. Diesmal geht es um den Bergbau und die Folgen der Regenwaldzerstörung für die indigene Bevölkerung.

Caro Steiger

Die Zerstörung der Regenwälder geht häufig in Stufen vor sich: Zuerst kommt der – oft illegale – Holzeinschlag mit dem Anlegen von Straßen zum Abtransport der Baumstämme, dann die Umwandlung in landwirtschaftliche Großprojekte wie Plantagen zur Produktion von Palmöl oder Papier und Zellstoff.

Der Schatz unter dem Wald

Aber auch unter der Erde gibt es in Regenwaldgebieten viel zu holen. So auch in Indonesien. Das Land ist reich an Bodenschätzen: Kohle, Gas, Gold, Kupfer, Zinn, Nickel und Bauxit sind nur einige Beispiele. So ist etwa Indonesien der größte Zinnexporteur und der zweitgrößte Zinnproduzent weltweit. Zinn wird z.B. zur Veredelung von Weißblech für Konservendosen verwendet und ist auch Bestandteil unserer Euromünzen. Jetzt soll der Abbau auf geschützte Gebiete ausgeweitet werden. Bisher kommt das Zinn hauptsächlich aus der Provinz Bangka-Belitung östlich von Sumatra. Der Abbau hat dort bereits eine lange Kolonialgeschichte. Die indonesischen Friends of the Earth WALHI wollen erreichen, dass Unternehmen wie Philip Electronic kein Zinn mehr aus der Region kaufen, bevor nicht die bereits entstandenen Umweltschäden beseitigt wurden. Seit 2009 ist Bergbau durch eine Änderung des Bergbaugesetzes in Indonesien auch in geschützten Gebieten und auf kleinen Inseln möglich. Umwelt- und Menschenrechtsorganisationen sind besorgt über die momentane Entwicklung: Der Widerstand gegen bewilligte Bergbauprojekte kann hohe Geld- und sogar Gefängnisstrafen nach sich ziehen. Außerdem können die Projekte ohne Zustimmung der betroffenen Menschen umgesetzt werden.

Indigene Völker und der Regenwald

In Indonesien leben rund 50 Millionen Menschen im und vom Wald. Ihre Lebensgrundlagen sind durch illegalen Holzeinschlag, Ölpalm-Plantagen und Bergbau massiv bedroht. Die Indigenenvertretung AMAN (Aliansi Masyarakat Adat Nusantara) kümmert sich um die Belange dieser Menschen und nennt als Hauptursache die fehlende rechtliche Anerkennung der indigenen Gebiete. Das Grundproblem ist, dass der Wald generell als Staatswald gilt und über Generationen erworbene Gewohnheitsrechte der indigenen Bevölkerung nicht beachtet werden. Bei Großprojekten führt dies häufig zu Vertreibungen. Für ihr Gemeinschaftsland haben die indigenen Völker meist keine schriftlichen Dokumente.

GLOBAL 2000

Deshalb ist eine wichtige Aktivität von AMAN derzeit die 'partizipative Kartierung' von Indigenenland. Mit schriftlichen Dokumenten haben die Indigenen Völker größere Chancen ihre Rechte gegenüber Konzernen und lokalen Regierungen durchzusetzen. Ironischerweise leidet die indigene Bevölkerung häufig nicht nur unter der Zerstörung sondern auch unter dem Schutz des Waldes. Bei der Einrichtung von Nationalparks werden sie oft ihrer bisherigen Rechte zur Jagd und Waldnutzung beraubt. Sie müssen sich das Recht erkämpfen, um dort weiterhin zu leben, obwohl sie es waren, die den Wald bis dahin geschützt und erhalten haben.

Und Europa?

Europa ist an der Zerstörung der Regenwälder kräftig beteiligt. In Rotterdam landet Holz, Kohle, Palmöl und andere Produkte und werden von dort in Europa weiter verteilt. Dabei redet die EU häufig von der Dringlichkeit, die Wälder zu schützen. Allerdings ist sie sehr zögerlich, wenn es darum geht, wirksam etwas gegen die Waldzerstörung zu tun. Ein trauriges Beispiel ist das aktuelle Gezerre um ein EU-Holzhandelsgesetz zur Verhinderung des Handels mit illegalem Holz bzw. Holzprodukten in Europa.

Indonesische Regierung lenkt ein: Ölpalm-Plantagen sind keine Wälder In der letzten GLOBAL NEWS-Ausgabe haben wir im ersten Teil von 'Der Wald als Ware' von den Plänen der indonesischen Regierung berichtet, Ölpalm-Plantagen als Wald zu definieren. Damit hätten die Plantagen als Projekte unter dem REDD Mechanismus eingebracht werden können. Verkehrte Welt: Eigentlich ist REDD (Reducing Emissions from Deforestation and Degradation) ein Instrument zur Verhinderung von Abholzung und Degradierung von Wäldern. Nach heftigen Protesten von UmweltschützerInnen hat das indonesische Forstministerium Mitte April von dieser Initiative Abstand genommen. Ein toller Erfolg für die Regenwälder und die Menschen, die in ihnen leben. Eine Filmbotschaft aus dem Regenwald finden Sie auf unserer Homepage unter regenwaldkino.global2000.at

letztes Update: 29.06.2010 11:41
Social Bookmarks