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Weg vom Dreck — werden Sie AtomaussteigerIn
In Österreich können Stromhändler „konventionellen“ Strom mittels Kauf von billigen Grünstrom-Zertifikaten, so genannten Renewable Energy Certificats oder RECS, als Grünstrom vermarkten. Auch Atomstrom kann so „veredelt“ werden. Um dieses „dRECkS-System“ zu umgehen, empfehlen wir von GLOBAL 2000 zertifizierte Ökostrom-Anbieter, die nur Strom aus erneuerbaren Quellen anbieten und keinen „Dreck am Stecker“ haben.
In Österreich gibt es nur zwei solche Ökostromanbieter: die AAE Naturstrom Vertrieb GmbH aae.at und die Oekostrom AG oekostrom.at. Wechseln auch Sie Ihren Anbieter und verzichten Sie auf Atomstrom. Nähere Infos auf stromfilz.global2000.at
Das erfolgreiche Kärntner Familienunternehmen AAE Naturstrom Vertrieb erzeugt bereits seit über 125 Jahren ausschließlich sauberen Strom. Das Pionierunternehmen vom Urahn Anton Klauss belieferte die BewohnerInnen seines Heimatortes mit elektrischem Strom bereits zwölf Jahre, bevor die KlagenfurterInnen den ersten Lichtschalter anknipsen konnten. Es war ein langer Weg von der ehemaligen Postkutschenstation bis zum hochmodernen E-Werk-Park. Heute versorgt die Familie Klauss 12.000 KundInnen in ganz Österreich mit zertifiziertem Naturstrom aus Wasser, Wind, Sonne und Biomasse, der preislich teilweise deutlich unter den Anboten regionaler Konzerne liegt. Durch einen hohen Anteil an eigenen Kleinwasserkraft- und Speicherwerken und einer sehr schlanken Verwaltung kann sich die Alpen-Adria-Energie gut am inländischen Markt behaupten.
Wir haben mit Wilfried Klauss junior, AAE Naturstrom Vertrieb-Geschäftsführer, gesprochen.
GLOBAL 2000: Herr Klauss, wie groß ist AAE heute? Wie viele MitarbeiterInnen arbeiten insgesamt für AAE?
Klauss: Wir sind ein mittelständisches Unternehmen. AAE besteht aus vielen kleinen Einzelfirmen und Kraftwerken. Insgesamt haben wir rund 20 MitarbeiterInnen. AAE bedeutet Alpen Adria Energie.
Was hat ein österreichisches Stromunternehmen mit der Adria am Hut?
Wir haben auch in Italien und Slowenien Kraftwerke gebaut und unser Firmensitz in Kötschach-Mauthen liegt quasi im Dreiländereck Österreich-Italien-Slowenien. So haben wir etwa in Olmo bei Verona eine der modernsten Biogasanlagen Europas errichtet. Der Großteil unserer Kraftwerke befindet sich jedoch in Österreich.
Was macht AAE so einzigartig?
AAE ist das einzige österreichische Stromunternehmen, das von der Erzeugung über die Stromumlagerung mittels der Stromleitwarte bis hin zum Vertrieb alles in einem Unternehmen vereint und das alles ausschließlich mit Ökostrom.
Was ist eine Stromleitwarte?
Das ist ganz einfach zu erklären: Eine Stromleitwarte ist eine technische Einrichtung, die dafür sorgt, dass immer genau soviel Strom produziert wird, wie gerade gebraucht wird. So ist etwa um drei Uhr früh der Strombedarf am geringsten. Wenn es dann in Niederösterreich zu dieser Stunde recht stürmt, produzieren unsere Windturbinen mehr Strom als verbraucht werden kann. Unsere Stromleitwarte gleicht diesen Überschuss dann aus, indem sie beispielsweise die Stromproduktion in den Wasserkraftwerken drosselt. Und im umgekehrten Fall, wenn also etwa im Fernsehen die Champions-League übertragen wird, gibt es eine zweistündige Stromspitze. Und auch da garantiert die Leitwarte, dass die benötigte Mehrenergie aus den Speicherseen abgerufen wird.
Ist die AAE eigentlich energieautark?
In Kötschach-Mauten ist sie autark. Dort gibt es 365 Tage im Jahr, 24 Stunden lang Strom aus erneuerbaren Energien aus eigener Produktion und dies auch wenn es überall sonst keinen Strom gäbe. Das ist europaweit einzigartig und unser Beweis dafür, dass man regionale Strukturen komplett mit der Energie aus der Umgebung versorgen kann .
Unsere Kunden außerhalb von Kötschach bekommen großteils den von uns selbst erzeugten Strom, aber natürlich kaufen wir auch Ökostrom aus anderen Kleinbetrieben zu, etwa vom Windenergieerzeuger Ökoenergie Wolkersdorf oder von mehreren hundert privaten Photovoltaik-Lieferanten.
Sie haben seit Jahren ein Energie- und Naturwasserprojekt in Form eines Schaukraftwerkes verwirklicht?
Ja, das Schaukraftwerk HYDRO SOLAR. Es liegt mitten im Herzstück der Karnischen Dolomiten, von den bis auf 2.780 m aufragenden Felsriesen des Valentintales umrahmt. Hier wird auf einfache Weise die Erzeugung, Umlagerung und Speicherung regenerativer Energien demonstriert. Anmelden kann man sich auf energie-autark.at.
Und was plant AAE für die nahe Zukunft?
Wir bauen gerade zwei kleine Wasserkraftwerke in Österreich, ein weiteres wurde gerade bewilligt. In Slowenien stellen wir die erste Windturbine des Landes auf. Eine Vielzahl von weiteren Projekten sind gerade in der Entwicklung. Wir bleiben auf unserem Kurs und verfolgen weiter die Vision einer europäischen Energieversorgung, die zu hundert Prozent aus erneuerbaren Energien besteht. Wir wissen, es ist möglich.
Danke für das Gespräch und weiterhin viel Erfolg.

















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