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Use your power
„I use my power/ Now use your power. Now is the hour.“ singen Zweitfrau in ihrer neuen Single „Change“ und drücken damit die Notwendigkeit aus, Dinge zu ändern und sich für wichtige Themen, wie den Umweltschutz, zu engagieren. Mit GLOBAL 2000 plauderte Zweitfrau-Frontfrau Diana Lueger über ihre Motivation, in Songs auf Umwelt- und Sozialprobleme aufmerksam zu machen und wie sie sich selbst für Themen einsetzt, die ihr am Herzen liegen.
GLOBAL 2000: In Ihrer neuen Single „Change“ geht es um Veränderung. Was muss Ihrer Meinung nach verändert werden und durch wen soll diese Veränderung passieren?
Lueger: Ich finde, bei dieser Veränderung ist jeder gefragt. Auf der einen Seite natürlich die Menschen in wichtigen Positionen, Menschen, die Verantwortung tragen. Auf der anderen Seite glaube ich auch daran, dass die Masse etwas bewegen kann. In der Masse muss jeder mitziehen um eine gewisse Kraft zu entwickeln. Es geht uns um den großen Traum einer weniger egoistischen Gesellschaft und darum, das Bewusstsein zu schärfen, wie verantwortungslos wir mit "Mutter Erde" umgehen. Jeder Mensch hat die Kraft etwas Sinnvolles zu tun. Wer soll den Anfang machen - wenn nicht wir? Wann sollen wir etwas zum Besseren verändern, wenn nicht jetzt?
Was verändert werden soll? Ich habe habe in letzter Zeit viel in meinem Alltag verändert - was meine Ernährung betrifft, mein Shoppingverhalten, die Firmen, die ich versuche zu meiden, und die, die ich versuche zu unterstützen. Ich achte etwa verstärkt bei Nahrungsmitteln darauf, dass diese regional und saisonal sind. Es gibt so viele super Bio- Bauern in der Gegend, für mich ist das eine eigene Lebensqualität. Als verantwortungsbewusster Konsument möchte ich außerdem wissen, wo diese Jeans oder jenes Handy hergestellt und wie es produziert wurde. Wenn da viele Stimmen hochkommen, dann wird es leichter für die Leute sein, die an den Hebeln sitzen und Gesetze so gestalten können, dass diese zum Wohle aller dienen. Sprich, dass z. B. gute Arbeitsbedingungen in Produktionsstätten gewisser Länder herrschen müssen.
GLOBAL 2000: Glauben Sie, dass Sie mit Ihren Liedern und Botschaften etwas verändern können?
Lueger: Ich stehe in der Öffentlichkeit und es ist mir ein persönliches Anliegen diese Bekanntheit zu nutzen. Dies nicht zu tun wäre schade und auch ein bisschen blöd. Seit meiner Kindheit hat es mir Spaß gemacht, auf gewisse Dinge zu achten, so bin ich erzogen worden. Angefangen bei der Mülltrennung bis hin zu einem Leben, in dem man nicht so verschwenderisch ist. Alles ein bisschen kleiner zu halten hat auch wirklich eine Qualität. Im Endeffekt ist es wichtig, dass jeder etwas für eine bessere Welt tut. Ich kann die Leute nur daran erinnern oder Ideen liefern.
GLOBAL 2000: Ihnen liegt der Umweltschutz sehr am Herzen. Gibt es in Ihren Augen irgendwelche besonders dringlichen Probleme?
Lueger: Das kann man so nicht sagen, alles ist dringlich. Bei unserer Single Change und auch im Video dazu, haben wir uns auf die Regenwaldthematik gestürzt. Dieses Thema wird ja auch von GLOBAL 2000 stark behandelt. Der Regenwald und das Klima sind essentielle Diskussionspunkte. Mich persönlich stört, dass so viel gejammert wird, dass die Regierung etwas unternehmen soll. Wichtiger wäre es, dem Einzelnen zu zeigen, was er tun kann. Der Konsument hat schließlich eine gewisse Kaufkraft und kann in der Masse etwas bewirken.
GLOBAL 2000: Am 28. Oktober 2010 spielen Sie auf dem GLOBAL 2000 Geburtstagsfest das gegen Atomkraft und für die Tschernobylkinder veranstaltet wird. Was hat Sie dazu motiviert?
Lueger: Das ist natürlich auch ein Wahnsinnsthema. In Österreich haben wir fast keine Gefahren - keine Umweltkatastrophen, wie Flut, Erdbeben usw. Dafür stellen wir uns selbst, bzw. unsere Nachbarn, Atomkraft vor die Nase. Der Mensch ist schon manchmal ein bißchen blöd. Es gibt heutzutage so gute Ausweichmethoden, aber es geht immer nur ums Geld. Das ist wirklich schade, denn technisch wären wir schon soweit. Die Atomkraft ist eine Gefahr und es gibt Alternativen. Am Geburtstagsfest hat es sich einfach so gut getroffen dort zu spielen und unser neues Video zu präsentieren.
GLOBAL 2000: Was würden Sie tun, wenn Sie Umweltministerin wären?
Lueger: Ich würde mir zutrauen, ein qualifiziertes Team um mich herum zu bilden. Ein Team mit Fachleuten, die sich auskennen und die nicht nur in die eigene Tasche wirtschaften, sondern die wirklich den Wunsch haben, Dinge zu verbessern. Deshalb finde ich, dass Umweltaktionen jeglicher Art der beste Ansatz sind. Denn hier gruppieren sich Leute, die wirkliche Interessen verfolgen und nicht aus dritten Gründen in die Politik gehen.
GLOBAL 2000: Und was kann man direkt in Österreich verändern?
Lueger: Es ist ganz wichtig, dass sich die Leute über ihre Eigenverantwortung bewusst werden. Dieses Bewusstwerden und das Anbieten von Möglichkeiten, wie die Aufklärung, die auch Umweltschutzorganisationen betreiben, halte ich für essentiell. Auch in der Schule halte ich es für wichtig den Kindern beizubringen, mit sich selbst und der Umwelt richtig umzugehen. Auch wenn das jetzt ein wenig kitschig klingen mag, aber ich glaube daran, dass alles zusammenhängt. Wenn man ein Kind umweltbewusst erzieht, wird es als Erwachsener nicht plötzlich unachtsam mit diesen Dingen umgehen. Genauso wie man Mathematik lernt, sollte man auch in der Schule schon lernen, mit sich selbst und mit seiner Umwelt richtig um zu gehen.
Links:
(Von Marie-Therese Wagner und Henriette Werner)

















