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Mit Kostnix-Prinzip gegen Konsumwahn
In der Zentagasse 26 im 5.Bezirk befindet sich der „Kostnix-Laden“. Er wurde im Jahr 2005 von der Gruppe W.E.G, wertkritische emanzipatorische Gegenbewegung, eröffnet. Die Kritik an der kapitalistischen Gesellschaft und die Möglichkeit anderer Formen des Zusammenlebens und des Erwerbs von Gegenständen stehen hier im Mittelpunkt. Durch die Möglichkeit des Tauschens und Wiederverwertens wird auch der Umwelt geholfen.
„Ein Raum für's Zusammenkommen“
Im Kostnix-Laden können Sachen abgeben werden, die man nicht mehr braucht, Dinge mitnehmen, die einem in irgendeiner Weise helfen und natürlich auch einfach zusammenkommen und bei einem Kaffee neue Leute kennenlernen. Mitbringen und abgeben kann man alles, was zu Hause nicht mehr gebraucht wird. „Viele bringen uns Sachen, wenn sie zum Beispiel ihre Wohnung ausräumen“, so Clemens, ehrenamtlicher Mitarbeiter im „Kostnix-Laden“. Ob Bücher, Filme, Gewand oder Geschirr, aber auch Haushaltsartikel und Elektrogeräte – alles was eine Person mühelos allein transportieren kann, kann abgegeben werden.
„Wir wollen möglichst wenig kontrollieren“
Auch das Mitnehmen der Sachen funktioniert ganz einfach. Dabei gibt es die „3-Teile-Regel“ pro Person und Tag, damit „nicht wahllos die teuersten Sachen mitgenommen und beim nächsten Flohmarkt weiterverkauft werden“. Clemens erklärt außerdem die Arbeitsweise im „Kostnix-Laden“. Die ehrenamtlichen Betreuer fungieren nicht als Aufpasser, die kontrollieren, was abgegeben oder mitgenommen wird. Natürlich werden die Sachen auf Qualität überprüft, aber Ziel des „Lagerraumes Kostnix-Laden“ ist es, den Leuten „einen verantwortungsvollen, anderen Zugang zu vermitteln“. Leute, die vorbeikommen, sollen also „möglichst selbstorganisiert“ arbeiten, etwa selbstverantwortlich einräumen oder Sachen aussuchen.
Den ökonomischen Zwängen entgegenwirken
Der direkte Beitrag zum selbstbestimmteren Leben ist ein Grundziel des Projekts. Der derzeitigen Vergesellschaftung durch Geld- und Warenbeziehungen soll damit entgegengewirkt werden. Denn „wir wollen das Konzept des Eigentums durchbrechen“, meint Clemens. Seit fünf Jahren arbeitet er im „Kostnix-Laden“ und bemerkt laufend Verbesserungen. „Angefangen hat alles mit einem Regal…“ und mittlerweile wurden die Räumlichkeiten, die von einem Verein gratis zur Verfügung gestellt werden, laufend erneuert. Es besteht allerdings noch immer das Problem, dass es wenige ehrenamtliche MitarbeiterInnen gibt. Daher hat der Laden auch nur dreimal in der Woche geöffnet. Trotzdem aber bietet er in diesem Zeitraum die Möglichkeit, ein Stück weit „unabhängiger vom Arbeiten“ zu werden. Durch die Dinge, die man sich ausborgen beziehungsweise nehmen kann, erspart man sich viel – egal ob bei Kleidung, Haushaltsgeräten oder Spielsachen.
Linktipps:
Überblick über alle Kostnix-Läden in Österreich
http://umsonstladen.at/
Kostnix-Laden Wien
Ort:V.E.K.K.S., Zentagasse 26, 1050 Wien
Öffnungszeiten: Mo 15-20:00 Do 15-20:00 Fr 15-20:00
http://www.kostnixladen.at//p>
Schenke Wien
Ort: Pfeilgasse 33, 1080 Wien
Öffnungzeiten: Mo und Do 15-20:00 Di 15-20:00 (ausschließlich für Frauen)
http://www.autoorganisation.org/mediawiki/index.php/Schenke
Gratis-Bazar Wien
Ort: Am Schöpfwerk 29, 1120 Wien
Öffnungszeiten: Di 10-20:00 Mi 10-20:00
http://www.bassena.at/
Weitere Tipps: schreibe uns einfach an office@global2000.at.
(Von Stefanie Jennel)



















