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GLOBAL 2000: Minister Stöger bei BPA-Verbot für Babyschnuller säumig

Babyschnuller und kindernahe Produkte dürfen kein Gesundheitsrisiko sein - Angekündigtes Verbot endlich umsetzen!

(Wien, 04. Oktober 2011). Die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 fordert, dass Gesundheitsminister Alois Stöger endlich, wie vor einem Jahr angekündigt, das Verbot der Chemikalie Bisphenol A (BPA) in Babyschnullern umsetzt. Nach einer Kampagne von GLOBAL 2000 kündigte das Gesundheitsministerium ein nationales Verbot von Bisphenol A in allen kindernahen Produkten für Anfang 2011 an. "Wir sind enttäuscht, dass die Hormonchemikalie BPA immer noch für Babyschnuller und andere kindernahe Produkte erlaubt ist" , sagt Dr. Klaus Kastenhofer, Mediziner und Geschäftsführer von GLOBAL 2000. Mittlerweile wurden Babyfläschchen aus Polycarbonat - ein Kunststoff, der die Chemikalie BPA enthält - in der EU verboten. "Es ist völlig unverständlich, dass bei Schnullern dieses Verbot bis jetzt nicht umgesetzt wurde. Zu warten, bis alle Hersteller von selbst auf ungefährliche Alternativen umstellen oder dass der Handel die BPA-hältigen Schnuller freiwillig aussortiert, widerspricht dem Gebot des Vorsorgeprinzips: Gerade Babys und Kleinkinder müssen vor dem Einfluss von künstlichen Hormonen geschützt werden und sollen nicht unnötig weiter einem Risiko ausgesetzt werden", betont Kastenhofer. Die meisten Hersteller haben nach dem "Schnullerskandal" - GLOBAL 2000 hatte im Herbst 2009 nach Anregung des Dokumentarfilms "Plastic-Planet" Kinderprodukte auf hormonell wirksame Chemikalien getestet - auf BPA-freie Produktion umgestellt. Stichproben der Umweltschützer haben aber nun ergeben, dass alte Bestände von Babyschnullern, die nicht als BPA-frei gekennzeichnet sind, nach wie vor im Handel erhältlich sind. Bei vielen kindernahen Produkten, zum Beispiel Beißringen, ist oft nicht ersichtlich, ob BPA enthalten ist. "Minister Stöger muss daher jetzt für Österreich handeln, denn auf EU-Ebene ist in absehbarer Zeit keine Regelung zu erwarten, die dem Vorsorgeprinzip Rechnung trägt", stellt Kastenhofer klar. 

Zahlreiche unabhängige Studien belegen, dass Bisphenol A bereits in Mengen weit unter dem gesetzlich geregelten Höchstwert der erlaubten Tagesdosis negative Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit haben kann. Die Chemikalie, die sich aus dem Kunststoff lösen kann, steht unter dringendem Verdacht ins menschliche Hormonsystem einzugreifen und dadurch die Gesundheit zu gefährden. Aufgrund der hormonähnlichen Wirkung von Bisphenol A müssen besonders Kinder und schwangere Frauen vor der Aufnahme von Bisphenol A geschützt werden. "In Babyschnullern und Produkten, die Kinder in den Mund nehmen, hat eine solche Chemikalie gar nichts verloren. Wir wollen dem Hinauszögern eines BPA-Verbots nicht länger zusehen", bringt Kastenhofer die Forderung auf den Punkt. 

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©GLOBAL 2000 Plastikbroschüre  2011-02-08 10:02:55
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Simonne Baur
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letztes Update: 04.10.2011 10:05
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