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GLOBAL 2000 zu deutschem Gentech-Mais-Verbot: Die Allianz der Vernunft wird stärker!

 

BM Berlakovich und BM Stöger müssen endlich Reform des EU-Zulassungsverfahrens durchsetzen

Wien (14. April 2009). Die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 begrüßt das heute durch die deutsche Landwirtschaftsministerin verkündete Anbauverbot des Gentech-Mais MON810. „Wie freuen uns, dass sich auch in Deutschland die Gentech-Kritiker endlich durchgesetzt haben, dies ist ein Sieg der Vernunft“, so Jens Karg, Gentechniksprecher von GLOBAL 2000.

Die UmweltschützerInnen fordern die Minister Berlakovich und Stöger auf, den gentechkritischen Rückenwind für einen wirksamen Schutz der Gesundheit der KonsumentInnen und der Umwelt zu nutzen und entscheidende Veränderungen in dem EU-Zulassungsverfahren durchzusetzen. „Es muss ein Ende haben, dass die EU-Kommission renitent gegen die wissenschaftliche Datenlage Risikoprodukte auf Mensch und Umwelt loslassen will. Wir brauchen das Recht auf eine gentechfreie Landwirtschaft, das muss jetzt endlich auch der Kommission unmissverständlich klar gemacht und rechtlich veranktert werden“, so Karg.

Der Gentech-Mais ist bereits in Frankreich, Griechenland, Ungarn und Luxemburg verboten. In Österreich wurde ein Importverbot für GV Mais MON810 bereits 1999 wissenschaftlich begründet in Kraft gesetzt und im Mai 2008 in neuer Form erlassen. Es existieren zahlreiche Indizien dafür, dass der Gentech-Mais MON810 ein Gesundheits- und ein Umweltrisiko darstellt. Der Mais MON810 produziert ein Gift gegen Schädlinge. Dieses nach seinem Ursprungsorganismus Bacillus Thuringensis kurz Bt genannte Gift ist allerdings auch für andere, sogenannte Nicht-Ziel-Organismen, schädlich und reichert sich im Boden an. Eine Fütterungsstudie des italienischen Forschungsinstitutes für Ernährung und Lebensmittel kommt zu dem Ergebnis, dass der Gentech-Mais signifikante Veränderungen im Immunsystem bewirken kann und Laboruntersuchungen zeigen, dass der Giftgehalt in den Pflanzen, je nach Messprotokoll stark variiert. Die Schwankungen um bis zu 100 Prozent wurden in der Risikobewertung nicht berücksichtigt.

Weitere Informationen: GLOBAL 2000 Presse: E-Mail: presse@global2000.at GLOBAL 2000 Jens Karg, Tel.: 0699/14 2000 20, E-Mail: jens.karg@global2000.at

letztes Update: 02.03.2010 13:27
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