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GLOBAL 2000-Handelsumfrage: REWE, SPAR und Hofer setzen auf gentechnikfreie Milch aus Österreich

KonsumentInnen wollen keine Gentech-Milch, Handel muss Qualitätsvorteil honorieren!

Wien (18. Juni 2009). Der österreichische Handel hat der österreichischen Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 schriftlich versichert, auf gentechnikfreie Milchproduktion zu setzen. Das Sortiment der so genannten weißen Palette, also Milch, Butter, Joghurt, Schlagobers, Topfen, usw., stamme aus Österreich. Ausnahmen gebe es lediglich bei Produkten, die in Österreich nicht erzeugt würden. „Das ist auch gut so, denn die Österreicher und Österreicherinnen lehnen Gentechnik in der Landwirtschaft ab, sie wollen diese auch nicht in den Lebensmitteln. GLOBAL 2000 hat sich seit Jahren offensiv dafür eingesetzt, dass die Handelsketten die Vorzüge der heimischen Produktion in ihrem Sortiment berücksichtigen und die Qualitätsvorteile für die KonsumentInnen klar ersichtlich machen“, kommentiert Jens Karg, Landwirtschaftssprecher von GLOBAL 2000 den Status Quo.

Gemeinsam mit den Molkereien und Milchbauern ist es GLOBAL 2000 gelungen, Gentech-Soja und Gentech-Mais aus der heimischen Milchproduktion herauszubekommen. „Die derzeitige Situation der heimischen Milchbäuerinnen und Milchbauern ist jedoch dramatisch. Durch den niedrigen Milchpreis ist ihre Existenz akut gefährdet. Die KonsumentInnen wollen gute Lebensmittel ohne Gentechnik, wenn die heimischen ProduzentInnen diese Qualität liefern, dann muss dies auch mit kostendeckenden Preisen abgegolten werden. Hier geht es um die Zukunft unserer Landwirtschaft“, appelliert Karg. GLOBAL 2000 fordert den Handel auf, den gentechnikfreien Standard auszubauen und auch künftig nicht durch Milchprodukte zu substituieren, die die heimischen Qualitätsansprüche nicht erfüllen, dafür aber billiger sind. Österreich benötigt flächendeckenden Umwelt- und Naturschutz in der Landwirtschaft und dafür brauchen wir viele Bäuerinnen und Bauern, auf deren Wiesen und Äckern möglichst viele verschiedene Tiere leben und viele unterschiedliche Pflanzen wachsen. „Die Talfahrt des Milchpreises heizt das Bauernsterben an. Gerade die kleinstrukturierte Landwirtschaft Österreichs birgt ein riesiges Potential für den Umweltschutz. Dieses dürfen wir nicht leichtfertig aufs Spiel setzen“, so Karg abschließend.

Weitere Informationen:

GLOBAL 2000 Pressesprecherin: Lydia Matzka-Saboi, Tel.: 0699/14 2000 26, E-Mail: presse@global2000.at

GLOBAL 2000 Landwirtschaftssprecher: Jens Karg, Tel.: 0699/14 2000 20, E-Mail: jens.karg@global2000.at

letztes Update: 02.03.2010 13:18
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