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GLOBAL 2000: Beimengungsquote für Agrosprit muss fallen!
Umweltschützer fordern eine Änderung der EU-Politik
Anlässlich der heutigen Pressekonferenz zur Beimengung von Agrotreibstoffen fordert GLOBAL 2000 eine Änderung der EU-Politik: "Die anfängliche Euphorie bei Agrosprit ist angesichts der negativen Auswirkungen verflogen, jetzt muss die Politik Konsequenzen ziehen und die Regeln ändern. Das sture Einhalten von Beimengungsquoten - ohne nach links und rechts zu schauen - muss fallen. Umweltminister Berlakovich muss sich den Problemen stellen und darf die verfehlte Politik nicht weiter fortführen," sagt Johannes Wahlmüller, Klimasprecher der Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000. Konkret steht das EU-Ziel, bis 2020 den Anteil von Agrosprit auf 10 Prozent zu erhöhen, in der Kritik.
Untermauert wird die Kritik durch diverse Studien: Werde das EU-Ziel tatsächlich umgesetzt, so würden die Treibhausgasemissionen einer Studie des Institute for European Environmental Policy (IEEP) zufolge sogar um 81 bis 167 Prozent höher ausfallen, als wenn herkömmliches Benzin getankt wird. Der Grund dafür sind indirekte Landnutzungsänderungen - Flächendruck, der dazu führt, dass Regenwälder abgeholzt und ökologisch wertvolles Land in Ackerflächen umgewandelt wird. Allein die Umsetzung der bisher geplanten EU-Politik würde der Studie zufolge dazu führen, dass 69.000 km2, eine Fläche etwas kleiner als Österreich, in Ackerland umgewandelt werden müsste. In Boden und Wald gespeicherter Kohlenstoff würde dann freigesetzt. Die EU-Kommission hat zwar in ihrem öffentlich gewordenen Vorschlag eine Neubewertung von Agrosprit vorgeschlagen, die Beimengungsquote bleibt aber nach wie vor unangetastet. Johannes Wahlmüller: "Wir brauchen dringend mehr Flexibilität, was diese Quote angeht, damit die anfänglich gut gemeinte Initiative nicht zum ökologischen Desaster verkommt."













