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Klimaschutzindex 2011: Kein einziges Land am Stockerl
Österreich auf Platz 34 - Klimapolitik weiterhin katastrophal
Heute wurde der Cimate Change Performance Index von der deutschen NGO Germanwatch in Durban präsentiert. Dieser Klimaschutzindex bewertet 58 Länder in Sachen Klimapolitik, Emissionstrends und Energieverbrauch. Bezeichnend ist: Es gibt weder einen ersten, noch einen zweiten oder dritten Platz in der Reihung - Kein einziges Land betreibt ausreichend Klimaschutz.
Dahinter liegen die Länder Schweden, Großbritannien und Deutschland in den Top-Platzierungen. Schweden betreibt seit Jahren anhaltend gute Klimapolitik, sowohl national als auch international. Kurz dahinter wird Großbritannien gereiht, das besonders starke politische Ambitionen zeigt und sich vor allem auf internationaler Ebene gut einbringt. Der Grund für die gute Platzierung Deutschlands sind die kontinuierlich sinkenden Emissionen.
Johannes Wahlmüller von GLOBAL 2000 erklärt: "Österreich befindet sich auf Rang 34. Das ist alles andere als eine Top-Platzierung, aber wir konnten uns im Vergleich zum letzten Ranking verbessern. Damals waren wir auf Platz 40 von 58 - ein katastrophales Ergebnis." Grund für den verbesserten Rang Österreichs könnte jedoch die Wirtschaftskrise in den Jahren 2008 und 2009 sein - damals verbesserten sich die Emissionsdaten leicht. "In Sachen Klimapolitik bekommen wir jedoch ein saftiges Zeugnis ausgestellt: Platz 48 - hier sind wir weiterhin unter den schlechtesten zehn Ländern weltweit", betont Wahlmüller.
"Österreich muss endlich eine koordinierte Klimapolitik haben - nur so werden wir auch einmal zu den Top-Performern zählen", erklärt Wahlmüller.
Konkret fordert GLOBAL 2000:
* Ein Vorantreiben von Investitionen in Thermische Sanierungen: "Der Sanierungsscheck muss auf 300 Millionen Euro aufgestockt werden, um die Sanierungsrate auf mindestens drei Prozent zu heben. Hier zu sparen, wäre auch in sozialpolitischer Hinsicht kritisch", sagt Wahlmüller.
* Eine ökologische Steuerreform: "Steuern müssen von Arbeit auf CO2-Emissionen umgeschichtet werden - so kann man auch in Sparzeiten starke Akzente auch fuer den Arbeitsmarkt setzen", so Wahlmüller, der sich gerade bei der UN-Klimakonferenz in Durban befindet.
* Einen Abbau umweltschädlicher Subventionen wie etwa die Steuerbegünstigungen für Dienstautos. Derzeit werden Dienstautos in Österreich - die in mehr als der Hälfte der Fälle Oberklassewägen sind - laut einer Studie von Copenhagen Economics mit bis zu 30 Prozent durch Steuerbegünstigungen subventioniert.
Abschließend betont Johannes Wahlmüller: "Österreich muss endlich auf internationaler Ebene eine stärkere Rolle spielen - gefordert ist ein höherer Einsatz für den Klimaschutz. Ziel von Umweltminister Berlakovich muss es sein, auf europäischer Ebene eine Zielerhöhung auf 30 Prozent zu erreichen. Berlakovich muss in Durban dringend handeln - denn ein Klimaschutz-Vorzeigeland, wie er so gern betont, sind wir noch lange nicht."













