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GLOBAL 2000 fordert: Umweltzerstörung durch ÖBB muss verhindert werden!

Keine Erweiterung des Kraftwerks am Lech - Natura 2000-Gebiet darf nicht angetastet werden

(Wien, 9. März 2010) Die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 appelliert an die neue Führung der ÖBB, von den Plänen zur Erweiterung des ÖBB-Kraftwerks Spullersee am Oberlauf des Lechs abzusehen. „Das sensible Natura 2000-Gebiet darf nicht angetastete werden. Die ÖBB muss auf dieses verantwortungslose Projekt verzichten. Das Image des 'umweltbewußten Unternehmen ÖBB' geht sonst den Bach runter“, so Jens Karg, Sprecher von GLOBAL 2000. Die Ausbaupläne der ÖBB sind mit den Schutzzielen des Natura 2000-Gebietes und Naturparks Tiroler Lech absolut unvereinbar. Entlang des Lechs existiert die letzte natürlich erhaltene Wildflusslandschaft der Nordalpen. Dem Schutz und Erhalt dieses Flussökosystems kommt deshalb besondere Bedeutung zu. Der Ausbau des Kraftwerks würde dem Fluss einen großen Anteil seiner Quellwasser entziehen. Obwohl selbst die naturschutzfachlichen Sachverständigen der Tiroler Landesregierung von einer „hohen Eingriffserheblichkeit“ durch das ÖBB-Kraftwerk Spullersee in das sensible Lech-Ökosystem ausgehen, wurde das Projekt dennoch vom Land Tirol positiv beschieden. “Was sich hier das Mäntelchen „Klimaschutzprojekt durch Nutzung von Wasserkraft“ umhängt ist in Wirklichkeit brutale Umweltzerstörung zur Gewinnmaximierung. Energiegewinnung aus erneuerbaren Energien ja, aber nicht zu Lasten eines Natura 2000-Gebietes“, kritisiert Karg.

Der Kraftwerksausbau bedeutet aus Sicht der Umweltschützer einen Verstoß gegen das europäische Naturschutzrecht, das Fauna-Flora-Habitat und die Vogelschutz-Richtlinie. Auch die Alpenkonvention wird missachtet. Eine Umweltverträglichkeitsprüfung fehlt gänzlich. „Der Lech ist durch nationales und internationales Naturschutzrecht geschützt. Die geplante Erweiterung des Spullersee-Kraftwerks würde zudem einen Präzedenzfall schaffen für den weiteren rücksichtslosen Ausbau des Lechs und seines Einzugsgebietes“, warnt Karg.

 

Rückfragehinweis: GLOBAL 2000 Presse: Jens Karg, Tel.: 0699/14 2000 20, Simonne Baur, Tel.: 0699/14 2000 23, E-Mail: presse@global2000.at

(c) WWF/Anton Vorauer

letztes Update: 10.03.2010 13:38
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