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Tagung: Klima in der Krise - Last Exit Copenhagen
Nichtregierungsorganisationen fordern 110 Milliarden Euro jährlich für den Klimaschutz
Wien (11. November 2009). Bei der UN-Klimakonferenz in Kopenhagen im Dezember 2009 soll ein wegweisendes Klima-Abkommen abgeschlossen werden. Dieses Abkommen muss neben verbindlichen Zusagen für Klimaschutz - insbesondere eine Senkung des CO2-Ausstoßes - und für Transfer umweltfreundlicher Technologien die notwendige Unterstützung für Anpassungen an die unvermeidbaren Auswirkungen des Klimawandels bereitstellen.Dies fordern heute mehr als 50 Organisationen der Zivilgesellschaft auf einer Tagung der Allianz für Klimagerechtigkeit. „Es ist unumstritten, dass eine Erderwärmung von über zwei Grad Celsius verhindert werden muss, um katastrophale Auswirkungen zu vermeiden. Die Industriestaaten, als Hauptverursacher der Kohlendioxid-Emissionen, stehen in der Verantwortung, maßgeblich für die weltweite Reduktion zu sorgen und die Kosten für die Schäden durch den Klimawandel aufzubringen“, so Manuel Graf, Klimasprecher der Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000.
Nichtregierungsorganisationen und UmweltexpertenInnen sind sich einig, dass international mindestens 110 Milliarden Euro jährlich für Klimaschutz-, Katastrophenvorsorge- und Klimawandelanpassungsmaßnahmen zur Verfügung gestellt werden müssen. "Millionen von Menschen leiden schon heute unter den Auswirkungen des Klimawandels: Häufigere Dürren und massivere Überschwemmungen zerstören ihre Ernten, ihre Lebensgrundlage. Wird ihnen nicht sofort und nachhaltig geholfen, bleibt für Millionen nur die Flucht", erklärt Andreas Zahner, der Experte für Klimawandel und Entwicklung von CARE Österreich. "Im Sinn der Klimagerechtigkeit muss der Norden jährlich mindestens 40 Milliarden Euro für Anpassungsmaßnahmen in den ärmsten Ländern der Welt zur Verfügung stellen."
Klimaverhandlungen gestalten sich schwierig
Die Klima-Verhandlungen zwischen den 192 Vertragsparteien gestalten sich äußerst schwierig: Zum einen wird heftig debattiert, welche Länder ihren Treibhausgasausstoß senken müssen. Gefragt sind dabei vor allem die USA, Europa und Japan, aber auch die Schwellenländer China, Indien und Brasilien, die 75 Prozent der globalen Treibhausgas-Emissionen verursachen. Zum anderen fordern Entwicklungsländer, dass Industriestaaten für die Auswirkungen des Klimawandels finanziell aufkommen müsse. „Am Ende der Konferenz in Kopenhagen darf keine reine Absichtserklärung stehen. Was jetzt dringend notwendig ist, ist ein rechtlich verbindliches Abkommen – ein politisches Statement ist für jene Menschen in Entwicklungsländern, die bereits massiv vom Klimawandel betroffen sind, zu wenig. Ein zentraler Punkt ist, dass die Finanzierung von Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel sichergestellt wird. In den vergangenen Jahren beobachten wir einen signifikanten Anstieg wetterbedingter Naturkatastrophen. Daher muss die Katastrophenvorsorge im Abkommen von Kopenhagen verankert sein“, fordert Max Santner, Leiter der internationalen Hilfe im Roten Kreuz.
Die Allianz für Klimagerechtigkeit dient als dauerhafte Themenplattform österreichischer Nichtregierungsorganisationen (NROs), die in den Bereichen Umwelt, Entwicklungszusammenarbeit (EZA), Soziales und Humanitäre Hilfe tätig sind. Sie setzt sich für mehr Klimaschutz in Österreich und für internationale Klimagerechtigkeit ein und will Bewusstsein für den Zusammenhang zwischen Klima und Entwicklung bei der breiten Öffentlichkeit, MeinungsbildnerInnen, Behörden und EntscheidungsträgerInnen schaffen.
Hintergrundinformationen unter: www.klima-allianz.at
Weitere Informationen: GLOBAL 2000 Presse: Jens Karg, Tel.: 0699/14 2000 20, E-Mail: presse@global2000.at












