Wege aus der Krise

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GLOBAL 2000-Aktion: Pinguin-Delegation fordert Klimaschutz jetzt!

Über 40 als Pinguine verkleidete AktivistInnen besuchen BM Berlakovich und übergeben neue Klima-Studie

Wien (3. Dezember 2009). Die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 lässt heute den "Minister der Pinguine" in einer schwarzen Limousine vor dem Lebensministerium vorfahren. Rund 40 AktivistInnen der Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 begleiten 'als Pinguine' ihren Minister über den ausgerollten roten Teppich. "Schluss mit Sonntagsreden. Schützt jetzt das Klima" lautet die unmissverständliche Botschaft vier Tage vor Beginn der Klimakonferenz in Kopenhagen.

Die Delegation aus der Antarktis übergibt dem Minister die neuste GLOBAL 2000-Klima-Studie. Diese zeigt auf, dass eine CO2-Reduktion um 40 Prozent in der EU bis 2020 mit heimischen Maßnahmen technisch und finanziell machbar ist. „Österreich muss in der EU eine Erhöhung des bisherigen Reduktionsziels von 20 auf 40 Prozent einfordern. Dies entspricht den wissenschaftlichen Erkenntnissen, sowie der historischen Verantwortung als Verursacher. Österreich muss dazu beitragen, dass eine Dynamik in den stockenden Verhandlungen entsteht“, so Manuel Graf, Klimasprecher von GLOBAL 2000.

Industrienationen müssen CO2 bis 2020 um 40 Prozent reduzieren

Wissenschaftliche Erkenntnisse belegen: Die CO2-Emissionen müssen in den Industrieländern bis 2020 um 40 Prozent gegenüber 1990 sinken. Nur so besteht eine reale Chance unter einem globalen Temperaturanstieg von zwei Grad zu bleiben und die verheerendsten Folgen des Klimawandels zu vermeiden. „Diese Tatsachen präsentieren wir heute dem Minister, damit er sich nicht durch falsche Einflüsterungen vom Klimaschutz abbringen lässt. Statt mit Abwanderung zu drohen, sollten sich auch endlich die Industriellenvereinigung und die Wirtschaftskammer für den Klimaschutz einsetzen. Klimaschutz macht die Wirtschaft effizienter, innovativer und zukunftsfähiger“, so Graf in Anspielung auf jüngste Kommentare dieser Interessenvertretungen. Nur ein sehr kleiner Teil der europäischen Wirtschaft könnte durch CO2-Kosten vom internationalen Wettbewerb bedrängt sein. „Für diese gibt es aber bedeutend bessere Lösungen, als den Klimaschutz zu verhindern, die restliche Wirtschaft zu bremsen und die Zukunft unserer Kinder sowie die der ärmsten Menschen zu gefährden“, so Graf weiter.

Heimischer Klimaschutz, statt Zertifikatekauf

Aber nicht nur in Kopenhagen ist Österreich gefordert. „Die Bundesregierung und die Länder dürfen die Fehler der Vergangenheit nicht wiederholen. Anstatt fragwürdige und teure Zertifikate zu kaufen, sollen nun heimische Klimaschutzmaßnahmen vorangetrieben werden. Dieser Grundsatz muss in einem Klimaschutzgesetz für die Zukunft festgeschrieben werden. Das schafft Wertschöpfung, Arbeitsplätze und technologischen Fortschritt in Österreich,“ so Graf abschließend .

Weitere Informationen: GLOBAL 2000 Presse: Jens Karg, Tel.: 0699/14 2000 20, E-Mail: presse@global2000.at

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letztes Update: 02.03.2010 12:48
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