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Global 2000 begrüßt Neuauflage des Sanierungschecks für 2012

Klimaschützer fordern Verlängerung der Förderinitiative bis 2020

Der Sanierungsscheck - eine Förderinitiative der Bundesregierung für die thermische Gebäudesanierung - wurde 2011 nach einjähriger Pause erneut aufgelegt und sollte für die nächsten Jahre zur Verfügung stehen. "Die Neuauflage des Sanierungschecks für 2012 kommt damit wie erwartet. Damit diese sinnvolle Förderinitiative aber auch im Zeitraum der nächsten Klimaziele bis 2020 voll wirksam werden kann, muss der Sanierungscheck bis 2020 verlängert werden", fordert Johannes Wahlmüller, Klima- und Energieexperte von GLOBAL 2000. "Denn leider ist das Ziel für den Klimaschutz, die Sanierungsrate auf drei Prozent zu heben, immer noch nicht erreicht", erklärt Wahlmüller.

In der Pflicht sieht GLOBAL 2000 aber auch die Länder, die ihre Budgets für thermische Sanierung im Gegenzug gekürzt haben. Damit wurde letztes Jahr der Gesamtanreiz in thermische Sanierung zu investieren beträchtlich verringert, weshalb der Sanierungsscheck 2011 auch nicht so schnell vergriffen war wie der Sanierungsscheck 2009. "Der Bund muss sich mit den Ländern endlich stärker koordinieren, um Anreize zu setzen, die wirklich wirksam sind. Es macht wenig Sinn, dann auf die Bremse zu steigen, wenn der andere Gas gibt und umgekehrt", sagt Wahlmüller und betont: "Eine neuerliche Zweckwidmung der Wohnbauförderung ist vor diesem Hintergrund sehr wichtig."

Verbessert wurden die Bedingungen für die Inanspruchnahme des Sanierungsschecks durch den mehrgeschossigen Wohnbau. GLOBAL 2000 sieht das grundsätzlich positiv, allerdings sollten mit mehr Anspruchsgruppen auch mehr Mittel zur Verfügung stehen: "Eine Aufstockung der Mittel auf 300 Millionen Euro ist dringend erforderlich, um wirklich substantiell weiterzukommen", betont Wahlmüller.

Verbesserungspotenzial sieht GLOBAL 2000 bei den Fördervoraussetzungen: "Mit der Förderung sollen stärkere Anreize gesetzt werden, in hochqualitative Sanierungen zu investieren, sonst schaffen wir die Sanierungsfälle von morgen. Da Gebäude selten saniert werden, sollten sie auf einen anspruchsvollen technischen Standard gebracht werden. Sanierungen auf Passivhausstandard sind heute technisch problemlos möglich. Hier sollten stärkere Anreize gesetzt werden", fordert Wahlmüller. 

 

Kontakt: Nunu Kaller/Simonne Baur, 0699 14 2000 20/23, mailto: presse@global2000.at

letztes Update: 27.01.2012 11:02
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