aktuelle Nachrichten

  • 10.02.12
    GLOBAL 2000 zum IV-Positionspapier „Rohstoffsicherheit 2020+“: Deutliche Reduktion ...
  • 06.02.12
    GLOBAL 2000 zu Fukushima: „Kaltabschaltung“ der Reaktoren bleibt weiter Fiktion: Temperaturanstieg ...
  • 27.01.12
    Global 2000 begrüßt Neuauflage des Sanierungschecks für 2012: Klimaschützer ...
  • 24.01.12
    GLOBAL 2000: OMV verteilt „Beruhigungspillen“ an die Bevölkerung in Poysdorf : Umweltschützer ...
  • 19.01.12
    GLOBAL 2000: Ressourceneffizienz...-Aktionsplan ohne Verbindlichkeit selbst ineffizient: Das Bekenntnis zur ...

Atombroschüre

Broschüren

©GLOBAL 2000

Unsere Publikationen


Studien & Publikationen downloaden

Obstkontrolle!

©GLOBAL 2000

Hinweis: Für eine korrekte Darstellung der Seite muss JavaScript aktiviert sein. JavaScript können Sie in den Einstellungen Ihres Browsers aktivieren.
Gesündere Schulbuffets gefordert
Nicht nur ...
Höchstwerte in EU zu hoch
Waltraud Novak, ...
Fruchtgemüse
Clemens Arvay, ...
Erdäpfel ohne Keimhemmer
...
Pestizidbelastete Sultana-Trauben
Belastung von ...
EuGH- Urteil: Honig mit Mon 810-Pollen
In einem ...
Verpflichtendes Bio-Angebot an Schulen
Schüler ...
Maisbeizmittel tötet Millionen Bienen
Giftige Pestizide ...
pestizid-notfallregelung
Aktuelle Studie ...
Maisbeize führt zu Binentod
AGES übernimmt ...
schülerInnen formen bio
100 ...
Bio für die Schule
GLOBAL 2000 ...
Bienensterben
Hunderte Imker und ...
Tee-Test
Keine ...
Biene
Bienengift für ...
PestizidReduktionsProgramm
Meilenstein ...
Akute Gefahr für Bienen
Für Bienen ...
Bio-Mittel
Ministerium setzt ...
Ebenfurth
Pestizidbelastete ...
Gefährliche Pestizide
Neue Studie belegt ...
Mit Bio wär das nicht passiert
GLOBAL 2000-Jugend ...
Infoblätter Download
...
Day of No Pesticide Use
Mehr als drei ...
 

GLOBAL 2000 begrüßt Zulassung von Bio-Mittel gegen Feuerbrand

GLOBAL 2000

Ministerium setzt dennoch erneut auf Antibiotika!

Wien (6. April 2009). Aus Sicht des Schutzes von Umwelt und Gesundheit ist es sehr erfreulich, dass mit der jetzt erfolgten österreichischen Zulassung von Blossom Protect fb erstmals ein für Mensch und Natur unbedenkliches, regulär zugelassenes Pflanzenschutzmittel zur Bekämpfung der Baumseuche Feuerbrand verfügbar ist. Dass Landwirtschaftsminister Berlakovich genau einen Tag davor dem problematischen Antibiotikum Streptomycin trotz EU-weiten Verbots erneut eine Zulassung erteilt hatte - das gesetzliche Schlupfloch einer "Gefahr im Verzug"-Zulassung ermöglicht dies - trübt leider diese Freude.

Insbesondere die Tatsache, dass die Streptomycin-Zulassung genau einen Tag früher erfolgte als die Zulassung des Bio-Mittels gibt Anlass zu Spekulationen: „Eine Zulassung des Antibiotikums Streptomycin ist laut Pflanzenschutzmittelgesetz nur dann möglich, wenn dies auf Grund einer unvorhersehbaren Gefahr notwendig ist, die mit anderen Mitteln nicht eingedämmt werden kann", erklärt GLOBAL 2000 Pestizidexperte Helmut Burtscher. „Wäre die Zulassung von Blossom Protect also einen Tag früher erfolgt, hätte sich der Landwirtschaftsminister schwer getan, eine Gefahr im Verzug-Zulassung zu argumentieren, da in diesem Fall andere Mittel zur Eindämmung der Gefahr ja bereits verfügbar gewesen wären." Aus Sicht von GLOBAL 2000 ist es völlig unverständlich, dass der Landwirtschaftsminister nach den Erfahrungen von 2008 eine erneute Zulassung von Streptomycin überhaupt ins Auge fasste. Damals wurde über behördliche Stellungnahmen zur Streptomycin Zulassung informiert, dass sich das Antibiotikum nach dem Spritzen innerhalb kurzer Zeit abbaue und in den Äpfeln daher keine Rückstände zu erwarten wären. Bei Untersuchungen der AGES wurden dann im Herbst auf rund der Hälfte der aus Streptomycin-Kulturen stammenden Äpfel Antibiotikarückstände festgestellt.

Unbestritten ist, dass die Anwendung von Antibiotika in der Landwirtschaft die weltweite Zunahme von Antibiotikaresistenzen in der Humanmedizin fördert. Ebenso klar ist, dass eine große Mehrheit der KonsumentInnen Antibiotika im Obstbau ablehnt, wie eine von GLOBAL 2000 beauftragte Umfrage belegt. Nicht sicher ist hingegen, ob die Antibiotikarückstände auf den Äpfeln die neuen EU-Grenzwerte einhalten werden können, da diese infolge des EU-weiten Verbots von Streptomycin erst kürzlich heruntergesetzt wurden. Daher appelliert GLOBAL 2000 an die Obstbauern bei der bevorstehenden Apfelblüte zur Bekämpfung des Feuerbrands auf Antibiotika gänzlich zu verzichten.

Weitere Informationen: GLOBAL 2000 Presse: Ruth Schöffl, Tel.: 0699/14 2000 19 und Lydia Matzka-Saboi, Tel.: 0699/14 2000 26, E-Mail: presse@global2000.at GLOBAL 2000 Biochemiker: DI Dr. Helmut Burtscher, Tel.: 0699/14 2000 34, E-Mail: helmut.burtscher@global2000.at

letztes Update: 02.03.2010 15:21
Social Bookmarks