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GLOBAL 2000: Höchstwerte für Pestizide in der EU zu hoch
Waltraud Novak, Leiterin des PestizidReduktionsProgramms bei GLOBAL 2000, hält die heute publizierte EU-Untersuchung, wonach sich die Bürger in der EU kaum Sorgen um Pestizide in Lebensmitteln machen müssen, für bedenklich: "Die von der EU gesetzlich festgelegten Höchstwerte sind nicht in allen Fällen sicher: Es können beispielsweise Pestizidrückstände auf Lebensmitteln zu finden sein, die zwar den gesetzlichen Regelungen entsprechen, aber trotzdem ein gesundheitliches Risiko für VerbraucherInnen darstellen. Obendrein hat die EFSA die Werte von 2008 mit denen von 2009 verglichen. Genau innerhalb dieses Zeitraums kam es aber zu einer EU-weiten Harmonisierung der gesetzlichen Höchstwerte - dabei wurden sehr viele Grenzwerte sehr hoch angesetzt. Bei vielen Pestiziden wurde damals jeweils der höchste national geltende Grenzwert zum EU-Höchstwert erklärt."
Novak gibt zwar zu bedenken, dass in der Zwischenzeit einige Grenzwerte wieder herabgesetzt wurden, allerdings viele immer noch weit über einem gesundheitlich vertretbaren Risiko liegen. "Außerdem muss man an dieser Stelle betonen: 2,5 Prozent Überschreitungen von Höchstwerten ist im Sinne einer KonsumentInnensicherheit nicht akzeptabel", erklärt Novak.
Die Pestizidexpertin sieht das größte Problem jedoch in den sogenannten Pestizidcocktails: "Es gibt Fälle, in denen bis zu sieben oder acht verschiedene Pestizide auf einem Lebensmittel gefunden werden. Nach heutigen wissenschaftlichen Erkenntnissen kann sich dabei die Wirkung der Giftstoffe gegenseitig aufsummieren oder sogar verstärken. Nach wie vor legt die EU allerdings die Grenzwerte nur auf Basis der Einzelwirkstoffe fest. Hier fordert GLOBAL 2000 eine Gesetzgebung, die genau diese Effekte berücksichtigt", betont Novak abschließend.
Ursprüngliche Nachricht orf.at: Kaum hohe Pestizidrückstände in Lebensmitteln
Kontakt:
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Nunu Kaller, Tel: 0699 14 2000 20
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