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GLOBAL 2000-Test zeigt: SchülerInnen sind mit Pestiziden belastet

GLOBAL 2000-Jugend fordert Bio-Schulbuffets für Österreichs SchülerInnen – Biologische Landwirtschaft erzeugt umweltfreundliche und gesunde Lebensmittel

(Wien, 3. Mai 2011). Die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 hat stichprobenartig SchülerInnen auf die Belastung durch häufig eingesetzte Pestizide getestet. Der Urin von fünf Schülerinnen und Schülern aus verschiedenen Schulen in Wien, im Alter zwischen 15 und 18 Jahren, wurde durch ein akkreditiertes Labor auf Rückstände von Organophosphaten (weltweit am häufigsten eingesetzte Insektizide) untersucht. Das Ergebnis: alle fünf SchülerInnen sind mit Organophosphorverbindungen belastet. "Tierversuche und breit angelegte Studien in verschiedenen Bevölkerungsgruppen legen nahe, dass die Aufnahme von Organophosphaten negative Effekte besonders auf die Hirnentwicklung und damit auch das Verhalten von Kindern und Jugendlichen haben kann. Die negativen Effekte konnten unabhängig von der aufgenommenen Menge der Organophosphate beobachtet werden“, erklärt Daniela Hoffman, Pestizidexpertin von GLOBAL 2000. Zahlreiche Studien belegen einen negativen Effekt von Organophosphaten auf die Gesundheit. Die Pestizidrückstände auf Lebensmitteln können zahlreiche sensitive Prozesse im Lauf der Kindes- und Jugendentwicklung stören und es können sich daraus erhebliche Einschränkungen der Lebensqualität und Gesundheit der Betroffenen ergeben. Hans Peter Hutter von ÄrztInnen für eine gesunde Umwelt: "Die Ergebnisse zeigen bei den Jugendlichen eine höhere Belastung als durchschnittlich zu erwarten wäre. Eine direkte gesundheitliche Relevanz kann zwar für die einzelnen Jugendlichen nicht abgeleitet werden, es ist jedoch zu vermuten, dass bei den höheren gefundenen Werten der ADI (Acceptable Daily Intake bzw. akzeptable tägliche Aufnahmemenge) ausgeschöpft oder sogar überschritten wurde."

Die Aufnahme von Organophosphaten erfolgt hauptsächlich durch mit Pestiziden verunreinigte Lebensmittel. In Österreich werden die organophosphathältigen Wirkstoffe Chlorpyrifos, Chlorpyrifos-methyl, Phosmet und Dimethoat großflächig in der Landwirtschaft eingesetzt. Besonders Chlorpyrifos wird regelmäßig in verschiedensten Lebensmitteln nachgewiesen. GLOBAL 2000 Tests im Herbst 2010 haben den Wirkstoff Chlorpyrifos auch in Äpfeln von Schulbuffets gefunden.

Schulbuffets auf Bio umstellen!

Kinder und Jugendliche sind gegenüber Umwelteinflüssen wie Chemikalien besonders sensibel und bedürfen verstärktem Schutz. Die Aufnahme von schädlichen Chemikalien muss daher minimiert werden. Eine Umstellung auf biologische Lebensmittel kann eine erhebliche Belastungsquelle ausschalten. "Konventionelle Schulbuffets stellen eine Pestizidbelastungsquelle für SchülerInnen dar, das wollen wir ändern", so der GLOBAL 2000 Jugend Sprecher Sven Hergovich."Gerade Kinder und Jugendliche, die besonderen Schutz bedürfen, sollten nur die besten Lebensmittel bekommen. Wir fordern die Bildungsministerin auf, Österreichs Schulbuffets auf BIO und damit auf pestizidfreie Lebensmittel umzustellen. Diese Forderung könnte problemlos durch eine Änderung des Erlasses des Ministeriums, welcher Schulbuffets regelt, erfolgen", so Hergovich.

©GLOBAL 2000 Pestizide-Hintergrundpapier-SchülerInnen  2011-05-03 10:20:00
GLOBAL 2000

Kontakt: GLOBAL 2000 Presse: Jens Karg, Tel.: 0699 14 2000 20, Simonne Baur, Tel.: 0699 14 2000 23, presse@global2000.at

letztes Update: 03.05.2011 10:40
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