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120.000 Stimmen: „Nein“ zur Atomkraft und EURATOM

PRESSEINFORMATION

Anti-Atom-NGOs übergeben Unterschriften an BK Gusenbauer


Wien (20. März 2007). Die Anti-Atom-Organisationen atomstopp_oberoesterreich, GLOBAL 2000, PLAGE Salzburg und Wiener Plattform gegen Atomgefahren übergeben heute symbolisch über 120.000 österreichische Unterschriften gegen Atomkraft an Bundeskanzler Alfred Gusenbauer. Die Aktion ist Teil einer europaweiten Unterschriftensammlung gegen Atomkraft und gegen die einseitige Förderung der Atomkraft durch den EURATOM-Vertrag. Über 800 europäische Umweltgruppen haben sich an der Unterschriftenaktion beteiligt. Am 23. März werden dann alle Unterschriften in Papierform in Brüssel an EU-Energiekommissar Andris Piebalgs übergeben.

„Die ÖsterreicherInnen sagen klar „Nein“ zur Atomkraft. Aktuelle Meinungsumfragen zeigen: Zwei Drittel der ÖsterreicherInnen wollen RAUS aus EURATOM und haben kein Verständnis, dass österreichische Steuergelder für den Ausbau der Atomindustrie ausgegeben werden! Die Geschichte der Atomkraft ist – trotz massiver Förderung - die Geschichte von Störfällen und Katastrophen. Fast 20 Jahre nach Tschernobyl leiden die Menschen in der Ukraine und in Weißrussland immer noch massiv an den Folgen der Reaktorkatastrophe. Die Reihe von Störfällen im schwedischen AKW Forsmark oder in Temelin zeigen, dass Atomkraftwerke auch heute ein gewaltiges Risiko darstellen“, so Roland Egger von atomstopp_oberoesterreich.

„Trotz der Risiken der Atomkraft strebt die Atomlobby zur Zeit ein Comeback in Europa an. Finnland baut bereits einen neuen Reaktor, den ersten in Westeuropa seit Ende der 80er Jahre. Frankreich will in Kürze mit einem Neubau folgen. Neue Reaktoren werden auch in der Slowakei, in Slowenien und in Bulgarien diskutiert. Und die Mittel für die Atomforschung unter dem EURATOM-Vertrag sind mehr als verdoppelt worden. Hier muss sich die österreichische Bundesregierung im Auftrag ihrer BürgerInnen klar positionieren“, so Silva Herrmann von GLOBAL 2000.

„Die Vergangenheit zeigt: Widerstand lohnt sich. Seit Ende der 80er Jahre wurde in Westeuropa kein Atomkraftwerk mehr gebaut. Eine wesentliche Ursache für den Niedergang der Atomkraft war neben der miserablen wirtschaftlichen Leistung der massive Widerstand in der Bevölkerung. Und auch in Zukunft hält die Atomförderorganisation IAEO einen weiteren Ausbau der Atomkraft gegen die öffentliche Meinung für sehr schwierig, wenn nicht sogar unmöglich. Daher brauchen wir jetzt ein klares Votum der Europäischen Bevölkerung gegen die absurden Pläne der Atomwirtschaft“, betonen die VertreterInnen der beteiligten Anti-Atom-Organisationen.


Weitere Informationen:

GLOBAL 2000, Silva Herrmann 0699/14 2000 17, Lydia Matzka 0699/14 2000 26
atomstopp_oberoesterreich, Roland Egger 0664/421 56 13



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letztes Update: 24.02.2009 16:25
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