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GLOBAL 2000: Behörde hätte Machenschaften der ÖSTAB rechtzeitig stoppen müssen!
PRESSEINFORMATIONAnzeichen illegaler Praktiken waren bereits in den 90er-Jahren auffällig.
Wien (06. März 2007) – Im Rahmen eines Pressegespräches informiert heute die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 über die Hintergründe und die Vorgeschichte zum Giftmüllskandal am ehemaligen ÖSTAB-Betriebsgelände in Wien-Simmering. So seien laut Aussagen von ehemaligen ÖSTAB-Angestellten ab Mitte 2004 – also genau ein Jahr vor dem ÖSTAB-Konkurs – die eingehenden Giftmüllmengen dramatisch angestiegen. „Es sieht danach aus, als habe die ÖSTAB den sensiblen Müll illegal gelagert, Abfall-Begleitscheine regelmäßig umgeschrieben und neu datiert, um „alten“ Müll als „neuen“ zu deklarieren. Auch war die Betriebsanlage in desaströsem Zustand und eine Gefahr für Mensch und Umwelt“, so DI Dr. Helmut Burtscher, GLOBAL 2000 Chemiker. In diesem Zusammenhang hinterfragt GLOBAL 2000 auch die Rolle der Behörde, die aus Sicht von GLOBAL 2000 bereits Ende der 80er Jahre / Anfang der 90er Jahre ausreichend Hinweise auf gesetzwidrige Praktiken vorfand, und mit einem angemessenen und härteren Durchgreifen die Entwicklungen, die zu der Hinterlassenschaft von 1400 Tonnen Giftmüll und zur Kontamination des Bodens und Grundwassergefährdung geführt haben, unterbinden hätte müssen.
Nachdem GLOBAL 2000 im Juli 2006 die Wegbringung und Entsorgung von 1400 Tonnen Giftmüll vom Betriebsgelände des ehemaligen Giftmüllbetriebes ÖSTAB erwirken konnte, häuften sich in den Folgemonaten bei GLOBAL 2000 Informationen über die Vorgeschichte, die zu dieser immensen und grob umweltgefährdenden Giftmüllhinterlassenschaft hinführte. Aus Zeugenaussagen von AnrainerInnen und ehemaligen Angestellten der ÖSTAB, anhand von Dokumenten, die GLOBAL 2000 zugespielt wurden, sowie durch Hinweise aus der Öffentlichkeit konnten brisante Details über Praktiken der ehemaligen ÖSTAB Geschäftsführung in Erfahrung gebracht werden. Vieles davon ist aus Sicht von GLOBAL 2000 als kriminell und grob umweltgefährdend einzustufen, beginnend mit der Falschdeklaration von Giftmüll bis hin zur Einleitung von verschmutzen Abwässern ins Wiener Kanalsystem, ohne die Einhaltung des Grenzwertes von chlorierten Kohlenwasserstoffen geprüft zu haben.
GLOBAL 2000 schaltete bereits im Vorjahr die Staatsanwaltschaft ein und hat diese seither laufend informiert. GLOBAL 2000 fordert die schonungslose Aufklärung des Falles ÖSTAB, um aus den Fehlern, die in der behördlichen Kontrolle gemacht wurden, die richtigen Lehren für die Zukunft zu ziehen. Weiters gilt es, die Verantwortlichen für die ÖSTAB-Affäre zu identifizieren und vor allem zur Rechenschaft zu ziehen.
Weitere Informationen:
GLOBAL 2000, DI Dr. Helmut Burtscher 0699/14 2000 34
Presse: Mag. Lydia Matzka 0699/14 2000 26 und Andreas Baur 0664/103 24 23
letztes Update: 24.02.2009 16:25












