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GLOBAL 2000 warnt vor Gentechnik-Anschlag auf Bio!

PRESSEINFORMATION

Abstimmung im EU-Parlament über neues EU-Gesetz für Bio-Landwirtschaft und Bio-Produktion.


Wien (27. März 2007). Die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 fordert die Mitglieder des Europäischen Parlaments auf, die Bio-Landwirtschaft vor der Verschmutzung durch Gentechnik zu schützen. Das EU-Parlament stimmt am Donnerstag darüber ab, ob ein neues EU-Gesetz Gentechnik bei Bio-Produkten zulassen soll. „Die KonsumentInnen verlangen im Handel zunehmend nach Bio-Produkten. Sie wissen, dass sie durch den Konsum von Bio-Produkten gesünder leben und sich weiters dadurch nicht den unkalkulierbaren Gefahren der Gentechnik aussetzen müssen. Bio-Landwirtschaft ist nachhaltige Landwirtschaft, die unsere Natur bewahren hilft, Tiere schützt und auch die besten Produkte für unsere Ernährung produziert. Eine Verunreinigung der Qualitätslinie Bio mit Gentechnik-Bestandteilen würde den Erwartungen von gesundheits- und umweltbewussten KonsumentInnen klar widersprechen und darüber hinaus den Marktvorteil von biologischen Lebensmitteln zerstören – das muss das EU-Parlament verhindern“, fordert Jens Karg, GLOBAL 2000-Gentechniksprecher.
Den vorliegenden Gesetzesvorschlag deutet GLOBAL 2000 als eine Kapitulationserklärung der Kommission vor ihren eigenen Vorgaben. Karg: „Endlich gibt die Kommission zu, dass Gentech-Landwirtschaft eben nicht neben gentechnikfreier Landwirtschaft existieren kann. Allerdings zieht die Kommission aus dieser Erkenntnis die falschen Schlüsse. Anstatt nun die zukunftsfähige Bio-Landwirtschaft vor den Gefahren der Gentechnik zu schützen, sollen jetzt – geht es nach dem Kommissionsvorschlag - die letzten Schranken für die Risikotechnologie Gentechnik fallen!“ Gentechnik darf nicht auf unseren landwirtschaftlichen Flächen landen und so eine der letzten ökologischen und für den Menschen sicheren Nischen in der landwirtschaftlichen Produktion, der Bio-Produktion, zerstören. „Wenn die Biotech-Industrie es nicht schafft, die Anwendung dieser riskanten und gefährlichen Technologie einzugrenzen, dann darf Gentechnik eben auch nicht angewandt werden! Die gentechnikfreie Produktion muss geschützt werden und nicht umgekehrt“, fordert Karg.


Weitere Informationen:

GLOBAL 2000
Jens Karg 0699/14 2000 20
Presse: Lydia Matzka 0699/14 2000 26 und Andreas Baur 0664/103 24 23

letztes Update: 24.02.2009 16:25
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