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GLOBAL 2000: Gentech-Industrie hat Produkte nicht unter Kontrolle!

PRESSEINFORMATION

Forderung nach „Aktion scharf“ für wirklichen KonsumentInnenschutz


Wien (28. Februar 2008). Nachdem heute bekannt wurde, dass weitere, nicht zugelassene Gentech-Produkte in der europäischen Lebensmittelkette gelandet sind, fordert die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 eine „Aktion scharf“ vom zuständigen Gesundheitsministerium. Im vergangenen Jahr waren mindestens zwei Reisprodukte in Österreich im Umlauf, die mit illegalem Gentech-Reis verunreinigt waren. „Es ist an der Zeit, endlich die Karten aufzudecken. Die Biotech-Industrie hat ihre Produkte nicht unter Kontrolle. Um die Konsumenten vor den nicht abschätzbaren Auswirkungen der Gentech-Produkte zu schützen, ist es unabdingbar, dass die zuständige Ministerin Kdolsky unverzüglich der Öffentlichkeit die Namen der kontaminierten Produkte nennt und Rückrufaktionen anordnet“, so Jens Karg , Gentechniksprecher von GLOBAL 2000. „Die Verursacher sind voll zur Verantwortung zu ziehen, sie müssen für den Schaden haftbar gemacht werden“, so die Umweltschutzorganisation.

Derzeit ist der Schutz der KonsumentInnen vor den illegalen Gentech-Produkten nicht gegeben. Immer wieder wird Gentech-Reis in Lebensmittelgeschäften in Europa gefunden. Alle drei bisher in Europa aufgetauchten Gentech-Reissorten (LL601, LL62, Bt 63) werden weltweit nicht kommerziell angebaut und zwei dieser Sorten (LL601, Bt63) haben weltweit keinerlei Zulassungsverfahren durchlaufen. Trotzdem finden sie sich in der Nahrungskette wieder. „Die Kontamination stammt höchstwahrscheinlich von Versuchsfeldern“, vermutet Karg. Der aktuelle Fall zeigt auf, dass selbst bei kleinen Anbauflächen eine Kontamination der gentechfreien Felder nur schwer vermeidbar ist. „Das Auftauchen des illegalen Gentech-Reis ist exemplarisch für das hohe und unvorhergesehene Ausbreitungspotenzial von gentechnisch veränderten Pflanzen. Wirksamer Konsumentenschutz muss deshalb jeden Anbau von Gentech-Saatgut in Frage stellen“, so Karg abschließend.


Weitere Informationen:

GLOBAL 2000 Gentechniksprecher: Jens Karg, Tel.: 0699/14 2000 20
GLOBAL 2000 Presse: Ruth Schöffl, Tel. 0699/14 2000 19, Lydia Matzka-Saboi, Tel.: 0699/14 2000 26, mailto: presse@global2000.at

letztes Update: 24.02.2009 16:26
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