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EU-Chemikaliengesetz tritt in Kraft – Kein Grund zur Freude

PRESSEINFORMATION

GLOBAL 2000 fordert Nachbesserung - Schutz von Gesundheit und Umwelt durch Verschärfung und strenge Umsetzung



Wien/Brüssel (31. Mai 2007) Nach neun Jahren Vorbereitung und heftiger Debatte tritt die neue europäische Chemikaliengesetzgebung REACH (Registration, Evaluation, Authorisation of Chemicals) morgen in Kraft. „REACH ist ein wichtiger Schritt für Europas Chemikalienpolitik. Doch von einem Gesundheits- und Umweltschutz sind wir noch weit entfernt. Noch gibt es keinen Grund zur Freude“, so Lisa Kernegger, Chemikalienexpertin von GLOBAL 2000.
Langlebige Chemikalien, die sich in der Natur und im Menschen anreichern, müssen zwar in den nächsten Jahren durch alternative, weniger gefährliche Chemikalien ersetzt werden, allerdings nur dann, wenn solche existieren. „Das ist halbherzig. Der Gesundheit des Menschen und der Bewahrung der Umwelt muss absolute Priorität eingeräumt werden, da darf es keine faulen Kompromisse geben. Minister Pröll muss hier Nachbesserungen durchsetzen“, so Kernegger weiter.
Künftig sind Firmen verpflichtet, Sicherheits- und Umweltdaten über in großen Mengen erzeugte oder in großen Mengen importierte Substanzen bereit zu stellen. Tausende Chemikalien sind von dieser Regelung allerdings ausgenommen, da sie in kleinen Mengen produziert oder importiert werden. Deshalb werden diese Substanzen auch in Zukunft ohne angemessene Sicherheits- und Umweltprüfung auf den österreichischen Markt gelangen. Krebserregende und fortpflanzungsschädliche Chemikalien werden ebenfalls weiterhin in Alltagsprodukten Anwendung finden.
Im Rahmen der REACH-Umsetzung kann Österreich innerhalb der nächsten 12 Jahre mehrere wichtige Weichenstellungen treffen und Nachbesserungen erreichen. GLOBAL 2000 fordert ein klares Bekenntnis zur Verschärfung von REACH. „Hier sind Minister Pröll und Ministerin Kdolsky gefordert! Die Gesundheit der ÖsterreicherInnen darf nicht der Bequemlichkeit der chemischen Industrie geopfert werden. Die Umsetzung von REACH muss genutzt werden, um die derzeit bestehenden Schlupflöcher zu schließen. REACH soll seinen ursprünglichen Zweck erfüllen, nämlich unsere Gesundheit und unsere Umwelt vor giftigen Chemikalien zu schützen.“, so Kernegger abschließend.


Weitere Informationen:

GLOBAL 2000-Expertin, Lisa Kerngger 0699/14200022,
Presse, Jens Karg 0699/14200020, mailto jens.karg@global2000.at

letztes Update: 24.02.2009 16:25
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