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GLOBAL 2000: Erhöhung von Pendlerpauschale und Kilometergeld ist falsches politisches Signal!

PRESSEINFORMATION

GLOBAL 2000 fordert Reform des Verkehrssektors im Sinne des Klimaschutzes.


Wien (30. Juni 2008). Die österreichische Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 kritisiert die ab morgen gültige Erhöhung von Pendlerpauschale und amtlichem Kilometergeld und verlangt eine grundsätzliche Reform zugunsten der BenützerInnen des öffentlichen Verkehrs. „Die morgen in Kraft tretenden Erhöhungen sind einerseits so gering, dass sie nicht wirklich helfen. Andererseits schreiben sie eine autozentrierte und in Zeiten des Klimawandels völlig unsinnige Verkehrspolitik fort“, kritisiert Heinz Högelsberger, Verkehrsreferent von GLOBAL 2000.

Was die PendlerInnen betrifft, sprechen die Zahlen eine klare Sprache: Von den 1,8 Millionen PendlerInnen hat rund ein Drittel keine Alternative zum PKW. Tatsächlich pendeln aber drei Viertel aller Betroffenen mit dem Auto. Mehr als 600.000 PendlerInnen könnten also Öffis benützen, sie tun dies aber nicht. „Diese große Gruppe wird mittels Pauschale genauso steuerlich gefördert, wie ihre bus- und bahnfahrenden KollegInnen. Das ist eine unökologische Verschleuderung von Steuergeldern“, so Högelsberger. Er schlägt folgende Alternative vor: Abschaffung der kleinen Pendlerpauschale und Gewährung der großen Pauschale für alle, die nachweisen können, dass sie per Rad oder Öffi unterwegs sind bzw. keine Alternative zum Autofahren haben. In einem zweiten Schritt muss dann die Gruppe der „unfreiwilligen“ AutofahrerInnen mit einer ökologischen Verkehrspolitik schrittweise verkleinert werden. Ausbau der Öffentlichen Verkehrsmittel und Anreize für Fahrgemeinschaften sind hierfür die Schlüsselwörter.

Einen ähnlichen Ansatz schlägt GLOBAL 2000 beim amtlichen Kilometergeld vor, wo bei der derzeitigen Regelung die Benutzung des eigenen Autos gefördert wird. Auch hier sollte das Kilometergeld – beispielsweise 30 Cent pro Kilometer - für ÖffibenutzerInnen und AutofahrerInnen gleich hoch sein. „Mit solch einer Lösung würde die Bahn gegenüber dem Benutzen des eigenen PKWs attraktiver. Gewinner wären umweltbewusste ArbeitnehmerInnen sowie der Klimaschutz“, so Högelsberger abschließend.


Weitere Informationen:

GLOBAL 2000 Presse: Mag.a Lydia Matzka-Saboi, Tel.: 0699/14 2000 26, E-Mail: presse@global2000.at
GLOBAL 2000 Verkehrsexperte: Dr. Heinz Högelsberger, Tel.: 01/812 57 30 DW 18

letztes Update: 24.02.2009 16:26
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