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GLOBAL 2000 kritisiert slowenischen Pro-Atom-Vorstoß
PRESSEINFORMATIONAtomkraft ist keine Erneuerbare Energie und verhindert Klimaschutz
Wien (6. September 2007). GLOBAL 2000 spricht sich vehement gegen den Pro-Atom-Vorstoß des slowenischen Wirtschaftsminister Andrej Vizjak aus. Dieser hatte vorgeschlagen, dass sich Staaten durch den Ausbau der Atomenergie von der Pflicht zum Ausbau Erneuerbarer Energien teilweise befreien können. Anlass für diesen Vorschlag war die Diskussion, wie viel die einzelnen EU-Staaten zur Erfüllung des 20 Prozent-Ziels für Erneuerbarer Energien bis 2020 beitragen sollen. GLOBAL 2000 Klimasprecherin Silva Herrmann dazu: „Slowenien will hier offensichtlich den Boden für mehr Atomkraft in Europa ebnen, nicht zuletzt auch für den Ausbau der eigenen Atomkapazität in Krsko. BM Pröll muss diesen Vorstoß im Interesse der Sicherheit der Bevölkerung sofort zurückweisen. Atomkraft schützt weder das Klima noch steigert es die Energieversorgungssicherheit der EU. Der slowenische Vorschlag steht damit im Gegensatz zu den EU-Zielen.“
Die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 warnt davor, Atomkraft als Mittel gegen den Klimawandel zu sehen. Denn Atomkraft ist nicht klimaneutral: Während der gesamten nuklearen Brennstoffkette wird mehr Treibhausgas ausgestoßen als bei der Nutzung Erneuerbarer Energien. Auch beim Vergleich Atomkraftwerke versus moderne Gaskraftwerke, die neben Strom noch zusätzlich Wärme erzeugen, schneidet Atomkraft schlechter ab.
Jeder Euro, der in Atomkraft investiert wird, könnte bis zu zehn Mal mehr CO2-Einsparung bringen, wenn er in Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz fließen würde. Um 20 Prozent der benötigten Treibhausgasreduktionen im Jahr 2050 durch Atomkraft zu erreichen, müsste jede Woche ein neues Atomkraftwerk ans Netz gehen. Diese einfache Rechnung entkräftet das Argument der Atomlobby, Atomkraft sei die Lösung des Klima- und Energieproblems. „Auf erneuerbare Energien und Energieeffizienz zu setzen, ist die einzige Möglichkeit, um den Bau von Atomkraftwerken zu verhindern und Treibhausgase zu reduzieren“, betont Silva Herrmann abschließend.
Weitere Informationen:
GLOBAL 2000 Klimasprecherin Silva Herrmann, 0699/14 2000 17
GLOBAL 2000 Presse: Ruth Schöffl 0699/14 2000 19, ruth.schoeffl@global2000.at












