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GLOBAL 2000 mit neuer Leitung: Klimaschutz muss gesetzlich verbindlich sein – Lösung von Klimakrise braucht höchste Priorität!

PRESSEINFORMATION

Dr. Klaus Kastenhofer und René Fischer übernehmen Geschäftsführung der österreichischen Umweltschutzorganisation


Wien (20. September 2007). Seit Sommerbeginn hat die österreichische Umweltschutz­organisation GLOBAL 2000 eine neue Geschäftsführung: Dr. Klaus Kastenhofer (35) übernimmt die politische Leitung und René Fischer (30) zeichnet für die wirtschaftlichen Agenden verantwortlich. Im Rahmen eines Hintergrundgesprächs präsentierten heute die beiden Geschäftsführer die inhaltlichen Schwerpunkte von GLOBAL 2000 für die nächsten Jahre. Die Erarbeitung von Lösungsstrategien für die globale Klimakrise wird dabei ein Schwerpunkt der Arbeit sein. „Die Menschheit hat die Verantwortung, die politischen Versäumnisse der Vergangenheit in den nächsten Jahren soweit wie möglich zu korrigieren und die Treibhausgas­emissionen zu stabilisieren sowie in weiterer Folge zu reduzieren. Nur so kann der Klimawandel auf ein noch beherrschbares Ausmaß begrenzt werden“, sagt Kastenhofer. „Um die globale Klimakrise noch rechtzeitig einzudämmen, muss die Politik rasch handeln!“, mahnen die beiden Geschäftsführer unisono.

GLOBAL 2000 wird sich die nächsten Jahre gemeinsam mit seinen europäischen Partnerorganisationen für eine Energierevolution stark machen. Die Umweltschutzorganisation wird sich dabei für effizienten und vor allem gesetzlich verbindlichen Klimaschutz einsetzen. „Für Österreich fordern wir ein gesetzlich bindendes und einklagbares Klimaschutzgesetz“, so Kastenhofer. GLOBAL 2000 wird der heimischen Politik und Wirtschaft laufend Lösungsvorschläge und Handlungsmöglichkeiten unterbreiten. Darüber hinaus wird die Umweltschutzorganisation mittels einer Mobilisierungskampagne die EntscheidungsträgerInnen massiv unter Druck setzen, damit eine jährliche Reduktion an Treibhausgasemissionen um durchschnittlich drei Prozent erreicht wird. „Für diese Reduktionen ist es höchste Zeit, denn im Jahr 2005 lagen die Treibhausgasemissionen in Österreich schon über 35 Prozent über dem Kyoto-Ziel für 2008-2012. Anstatt einer Reduktion sehen wir in Österreich seit Jahren einen alarmierenden Anstieg der Treibhausgasemissionen! Österreich gehört in der EU zu den größten Klimasündern“, betont Kastenhofer. „Die Umweltminister der letzten 15 Jahre haben daher eindeutig versagt! Es ist an der Zeit, dass die Politik ihre Verantwortung wahrnimmt und Klimaschutz nicht nur auf die Konsumentin und den Konsumenten abwälzt!“

Die Treibhausgasemissionen pro Kopf und Jahr liegen in Österreich derzeit bei rund elf Tonnen. Laut IPCC-Bericht würden jedem Erdenbürger allerdings nur ein bis zwei Tonnen zustehen. Die Folgen dieses verschwenderischen Umgangs mit Ressourcen werden vor allem jene Länder zu spüren bekommen, die auch heute schon an Armut und Unterentwicklung leiden. „Daher ist es für uns eine Frage der globalen Verantwortung und Gerechtigkeit, die Klimakrise zu lösen“, betonen Fischer und Kastenhofer. Dies ist auch möglich, ohne dabei Einbußen in der Lebensqualität hinnehmen zu müssen. Gigantische Einsparungspotenziale gibt es etwa in den Bereichen Raumwärme und Mobilität. Allein in diesen beiden Sektoren könnten die Treibhausgasemissionen in den nächsten 15 Jahren halbiert werden. „Klimaschutz muss endlich als umweltpolitische und wirtschaftliche Chance erkannt werden. Bisher fehlte dafür allerdings der politische Wille“, so die Neo-Geschäftsführer.

Dr. Klaus Kastenhofer und René Fischer können auf langjährige Erfahrungen im Umweltschutz zurückblicken. Die Rettung des Ennstals bedeutete für Kastenhofer 1992 den Einstieg in den aktiven Umweltschutz bei GLOBAL 2000. Danach hat er neben seiner Ausbildung zum Facharzt der Allgemeinmedizin verschiedenste umweltpolitische Aufgaben bei GLOBAL 2000 wie die Leitung eines Strahlenfrühwarnsystems, die Mitarbeit an einer Antiatomkampagne oder die Konzeption und Umsetzung einer Kampagne zur Reduktion von Pestizidrückständen auf Obst und Gemüse, übernommen. Auch René Fischer hat die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 in den letzten Jahren entscheidend mitgeprägt. Datenbank-Management, Fundraising und Personalverantwortung zählten bisher zu seinen Aufgaben. Neben wirtschaftlichem Know-How bringt er Expertenwissen im Bereich Umwelt- und Bioressourcenmanagement in die Organisation ein.

Weitere Kernthemen der Umweltschutzorganisation sind neben dem Klimaschutz Anti-Atom, Verkehr, der Kampf gegen Gentechnik und gegen Pestizideinsatz in der Landwirtschaft. Als Teil des internationalen Umweltschutznetzwerkes Friends of the Earth kämpft GLOBAL 2000 auch für den Schutz des Regenwaldes, den Ausstieg aus der Atomenergie und für den Umstieg auf Erneuerbare Energiequellen.


Weitere Informationen:

GLOBAL 2000 Presse: Lydia Matzka 0699/14 2000 26, Ruth Schöffl 0699/14 2000 19, presse@global2000.at



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070920_kurzcv_rene_klaus.pdf


070920_hintergrundpapier_klima_klimakamapgne2.pdf

letztes Update: 24.02.2009 16:26
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