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GLOBAL 2000 zu Blei in Nassereith: Rasche Sanierung gefordert

PRESSEINFORMATION

Empfohlene Maßnahmen der Behörden gut, aber noch nicht ausreichend


Wien/Innsbruck (14. Dezember 2007). Im August deckte die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 auf, dass das Gebiet rund um die Freizeitanlage in Nassereith schwer mit Blei und Cadmium belastet ist und übergab dem Land Tirol die genauen Messergebnisse. Jetzt legt die Abteilung Umweltschutz des Amtes der Tiroler Landesregierung ein „Zusammenfassendes Zwischenergebnis der bisherigen Untersuchung betreffend Bleikontamination im Bereich St. Wendelin /Nassereith“ vor. GLOBAL 2000 begrüßt die umfassenden Untersuchungen des Landes Tirols und fordert nun rasche Sanierung. „Es ist wichtig, das genaue Ausmaß des mit Blei kontaminierten Gebietes festzustellen, um die Bevölkerung und die Umwelt bestmöglich zu schützen. Dringend ist nun, dass die vom Land Tirol empfohlenen Maßnahmen schnellstmöglich umgesetzt werden“, betont Lisa Kernegger, Schadstoffexpertin von GLOBAL 2000. So stehen Grundwasseruntersuchungen immer noch aus. Auch das Problem, dass manche Schwermetalle in einem Teil des belasteten Gebietes leicht wasserlöslich sind, ist noch nicht behoben. Diese Fragen müssen nun im Laufe der weiteren Untersuchung näher behandelt werden.

Erste Maßnahmen wurden bereits im September gesetzt, nachdem GLOBAL 2000 seine Untersuchungsergebnisse dem Land Tirol übergeben hat. Offene bleibelastete Stellen wurden mit Erde abgedeckt, das Spielen von Kindern in diesem Gebiet wurde untersagt. Seither wird ein umfassendes Untersuchungsprogramm durchgeführt. Im Zwischenbericht wird empfohlen, das belastete Gebiet neben dem Sportplatz für einen langen Zeitraum nicht zu nützen. Außerdem sei die Entnahme von Boden- oder Pflanzenmaterial und das Öffnen der Pflanzendecke zu unterlassen. Das Spielen von Kindern soll weiterhin in diesem Bereich untersagt bleiben. Um die gesundheitsgefährdende bleihältige Staubbelastung, der die Bevölkerung ausgesetzt ist, zu minimieren, wird eine alternative Zufahrtsmöglichkeit zum Sportplatz empfohlen. Eine andere Straße wurde aus dem selben Grund bereits asphaltiert. Der Parkplatz soll ebenfalls befestigt werden. Bau und Grabungsarbeiten im kontaminierten Gebiet sollen vorerst unterlassen werden. „Die empfohlenen Maßnahmen der Behörden sind gut, aber noch nicht ausreichend. Vor allem aber müssen diese nun schnellstmöglich umgesetzt werden“, so Kernegger abschließend.


Weitere Informationen:

GLOBAL 2000 Schadstoffexpertin: Mag. Lisa Kernegger, 0699/14 2000 22
GLOBAL 2000 Pressesprecherin: Mag. Lydia Matzka-Saboi, 0699/14 2000 26, presse@global2000.at

letztes Update: 24.02.2009 16:26
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