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GLOBAL 2000 fordert Klimagerechtigkeit
PRESSEINFORMATIONKlimawandel betrifft die Ärmsten in Entwicklungsländern und in Österreich, wird aber von den Reichen verursacht
Wien (28. November 2007). Die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 weist darauf hin, dass die globale Krimakrise zutiefst ungerecht ist und fordert von den am Bali-Gipfel teilnehmenden Staaten, sich für mehr Klimagerechtigkeit einzusetzen. „Klimawandel kostet Menschenleben. Und gerade jene Länder, die vom Klimawandel am stärksten betroffen sind, haben am wenigsten dazu beigetragen. Die ärmsten 20% der Weltbevölkerung produzieren nur 2% der Emissionen. Die Industriestaaten sind in der Klimapflicht und müssen ihre Emissionen drastisch reduzieren“, fordert Silva Herrmann, Klimaexpertin von GLOBAL 2000.
Aber auch in Österreich gilt: Arme werden durch den Klimawandel stärker leiden: „Auch in Österreich werden die ärmeren Bevölkerungsschichten durch die Folgen des Klimawandels stärker belastet. Steigende Lebensmittel- und Energiepreise sind für diese jetzt schon ein Problem. Anpassungen an den Klimawandel wird ärmeren Menschen schwerer fallen. Dies trifft etwa bei einer besseren Isolierung der Häuser gegen Hitze zu. Gleichzeitig setzen Menschen mit weniger Geld auch geringere Mengen an Treibhausgasen frei: Sie fahren weniger und in kleineren Autos, müssen nur kleinere Wohnungen beheizen und kaufen weniger Konsumgüter“, so Hermann weiter. Ein Blick in die Statistiken des Verkehrssektors zeigt dies deutlich: Während das ärmste Fünftel der österreichischen Haushalte knapp über 100 Euro pro Monat für Verkehr - und zwar hauptsächlich für öffentliche Verkehrsmittel - ausgibt, sind dies beim wohlhabendsten Fünftel mehr als 750 Euro monatlich, die hauptsächlich für das Autofahren und Fliegen aufgewendet werden. GLOBAL 2000 fordert daher von der österreichischen Regierung, sich ihrer sozialen Verantwortung bewusst zu werden und endlich wirksame Maßnahmen zum Klimaschutz zu ergreifen.
GLOBAL 2000 fordert:
Ökologisierung des Steuersystems und Einführung einer CO2-Steuer
Stopp für hochrangige Straßenbauprojekte und für die dritte Startbahn in Wien-Schwechat
Langfristige Sicherung einer kostendeckenden Vergütung für Ökostrom
Deutliche Verbesserung der thermischen Standards im Neubau und für bestehende beheizte Gebäude, inklusive eines Anteils Erneuerbarer Energien bei Sanierungen
Verhandlungsinitiative Österreichs in der EU für einen klaren Klimafahrplan in Bali und ambitionierte Reduktionsziele für die Industrieländer
Weitere Informationen:
GLOBAL 2000 Presse: Lydia Matzka, Tel.: 0699/14 2000 26, lydia.matzka@global2000.at
GLOBAL 2000 Klimaexpertin: Silva Herrmann, Tel.: 0699/14 2000 17, silva.herrmann@global2000.at












