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  • 27.01.12
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  • 24.01.12
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GLOBAL 2000: Post-Kyoto-Zug nicht verpassen!

PRESSEINFORMATION

UN-Konferenz in Bali: GLOBAL 2000 fordert klaren Fahrplan für internationalen Klimaschutz nach 2012.


Wien (30. November 2007). Nach Jahren ohne markante Fortschritte ist der Klimaschutz zurück auf der internationalen politischen Agenda. Die Zeit drängt. Es gilt, die schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels zu verhindern und eine Trendwende bei den Treibhausgas-Emissionen zu erreichen. Industrie und Wirtschaft drängen auf Klarheit über eine Nachfolgeregelung der derzeitigen Kyoto-Vereinbarungen. Damit die Verhandlungen in Bali erfolgreich sein können, ist ein klares politisches Bekenntnis der EU zum Klimaschutz und zur Treibhausgas-Reduktion notwendig. „Die österreichische Bundesregierung und BM Pröll sind gefordert, sich für einen klaren Fahrplan für ein Post-Kyoto-Abkommen einzusetzen. BM Pröll muss sich für ambitionierte Reduktionsziele der Industriestaaten von mindestens 30 Prozent bis 2020 und mindestens 80 Prozent bis 2050 stark machen“, fordert Silva Herrmann, Klimaexpertin von GLOBAL 2000.

Österreich hat es bisher verabsäumt, im eigenen Land die Treibhausgas-Emissionen zu reduzieren. „Mit seiner aktuellen Politik wird Österreich die im Rahmen des Kyoto-Protokolls eingegangene Verpflichtung zur Reduktion der Treibhausgase klar verfehlen. Wir fordern die Bundesregierung auf, die Klimapolitik in Österreich ernst zu nehmen und Maßnahmen umzusetzen, die tatsächlich zu deutlichen absoluten Treibhausgas-Reduktionen führen“, so Herrmann.

Bei der diesjährigen internationalen Klimakonferenz in Bali steht die Verabschiedung eines Fahrplans für die Vereinbarung einer Post-Kyoto-Regelung im Mittelpunkt. Kontrovers diskutiert werden folgende Hauptpunkte: Erstens die Reduzierung des Ausstoßes von Treibhausgasen in den Industrieländern. Eine zweite essentielle Frage ist: Welche Beiträge sollen die Schwellenländer leisten? Drittens: Wie kann der Entwaldung entgegen gewirkt werden? Und viertens: Wie kann den besonders verletzlichen Ländern bei der Anpassung an den Klimawandel geholfen werden?

Vor diesem Hintergrund fordert GLOBAL 2000:
Spätestens 2009 muss ein Anschlussabkommen für das im Jahr 2012 auslaufende Kyoto-Protokoll beschlossen werden, sonst droht eine Lücke im internationalen Klimaschutz. In Bali muss ein konkreter Zeitplan beschlossen werden, der dies garantiert.
Die Industrieländer tragen die Hauptverantwortung für den weltweiten Klimawandel. Sie müssen absolute und verbindliche Emissionsreduktions-Verpflichtungen akzeptieren und zwar um mindestens 30 Prozent bis 2020 und um mindestens 80 Prozent bis 2050. Der Großteil dieser Reduktion muss durch heimische Maßnahmen erfolgen. In Bali müssen alle Industriestaaten Emissionsreduktionen verbindlich zusagen.
Gleichzeitig müssen die Industrieländer durch finanzielle und technologische Hilfe die Entwicklungs- und Schwellenländer dabei unterstützen, einen nachhaltigen Entwicklungspfad einzuschlagen. Ein Post-2012-Abkommen muss entsprechende Finanzinstrumente enthalten. In Bali müssen die Industriestaaten ihre Verantwortung anerkennen und ausreichende Finanzierung zusagen.
Die Anpassung an den Klimawandel und der Schutz gefährdeter Regionen und Gesellschaften vor Fluten, Dürren oder Stürmen werden dringender. Die Industriestaaten müssen mehr Geld für die besonders betroffenen Entwicklungsländer zur Verfügung stellen und dies in Bali zusagen. Sanktionen bei Nichteinhaltung der Finanzierungszusagen müssen beschlossen werden.
Die Abholzung tropischer Wälder ist eine wesentliche Quelle von Treibhausgas-Emissionen und verschärft die Klima-Problematik erheblich. Bis 2009 muss die Staatengemeinschaft Instrumente und Maßnahmen entwickeln, um Wälder langfristig zu erhalten.
Emissionen durch internationalen Flug- und Seeverkehr werden vom Kyoto-Protokoll nicht erfasst. Für die nächste Verpflichtungsperiode müssen diese Emissionen, die massiv zunehmen, einbezogen und Teil der Minderungsverpflichtungen werden.

Um zu verhindern, dass notwendige Klimaschutzaktivitäten in die Zukunft verlagert werden, muss ein bis 2009 zu verhandelndes Abkommen neben langfristigen Zielvereinbarungen auch Zwischenziele festlegen. Damit die Industriestaaten so schnell wie möglich aktiv werden, sind jährliche Emissionsreduktionen sinnvoll.


Weitere Informationen:

GLOBAL 2000 Klimaexpertin: DI Silva Herrmann, 0699/14 2000 17
GLOBAL 2000 Presse: Mag. Lydia Matzka-Saboi, 0699/14 2000 26, Mag. Ruth Schöffl, 0699/14 2000 19, presse@global2000.at

letztes Update: 24.02.2009 16:26
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