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  • 24.01.12
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GLOBAL 2000: Klimakonferenz in Bali gibt Grund zur Hoffnung

PRESSEINFORMATION

Plattform „SOS Klima“ macht in Österreich Druck für mehr Klimaschutz


Wien (9. Dezember 2007). Die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 sieht nach der ersten Verhandlungswoche der Weltklimakonferenz in Bali hoffnungsvolle Ansätze: „Die konstruktive Haltung Chinas, das sich für Klimaziele offen gezeigt hat, und die Unterzeichnung des Kyoto-Protokolls durch Australien sind positive Signale. Das kann den Verhandlungen neuen Schwung geben. Die Bush-Administration ist mit ihrer Blockade-Politik immer mehr isoliert“, bilanziert Silva Herrmann, Klimaexpertin von GLOBAL 2000. „Auch für wichtige Themen wie der Transfer von Klimaschutztechnologien und die Frage, wie die fortschreitende Zerstörung der Regenwälder gebremst oder verhindert werden kann, gibt es positive Verhandlungsinitiativen.“ Aber: Tut die Politik genug für den Klimaschutz? Das fragt GLOBAL 2000 derzeit Bürgerinnen und Bürger in einer Online-Umfrage auf www.sos-klima.at. SOS-Klima ist eine Mitmach-Plattform für mehr Klimaschutz in Österreich.

Bei der Klimakonferenz in Bali standen unter anderem folgende Fragen zur Debatte:

1) Technologietransfer: Damit ist die Verbreitung von technischem Wissen und Können nach und in Schwellen- und Entwicklungsländer gemeint. Durch einen Vorschlag der G77, in der sich viele besonders vom Klimawandel betroffene Länder zusammengeschlossen haben, ist es gelungen, die Frage des Technologietransfers aufzuwerten. Er wird nun nicht nur in einem, sondern in beiden wichtigen Untergremien der Klimarahmenkonvention verhandelt. Offen dabei bleibt aber nach wie vor, wie genau der Technologietransfer später in die Praxis umgesetzt werden kann.

2) Entwaldung: Die Zerstörung der Regenwälder ist ein dramatisches Klimaproblem. Aber nicht nur das: es geht um Artensterben und um Lebensräume, besonders der indigenen Völker. Wichtige Fragen sind: Soll es Zahlungen auch für den Erhalt von Regenwäldern auch dort geben, wo bisher der Rodungsdruck nicht so hoch ist? Soll es einen Zertifikatehandel geben oder führt der nur zu einem Freikauf statt zu absoluten Treibhausgasreduktionen in den Industriestaaten? Bei einer anderen Möglichkeit, der Schaffung eines Waldschutz-Fonds, ist nicht klar, woher das Geld
kommen soll. Der Erfolg von Bali wird sich auch daran messen lassen müssen, ob es in diesem Punkt zu einem konstruktiven Vorgehen kommt.

3) Anpassung an den Klimawandel: Hier hat Yvo de Boer, der Exekutivsekretär des Sekretariats der Klimarahmenkonvention, ein ehrgeiziges Programm vorgegeben. Die Konferenz soll sich auf konkrete Anpassungsmaßnahmen einigen und die Arbeiten zum Anpassungsfonds beenden. Heiß umkämpft war die Zusammensetzung des Vorstands des Anpassungsfonds und die Frage, wer hier künftig das Sagen haben soll. Was am Ende tatsächlich beschlussreif sein wird und wie viel den Betroffenen tatsächlich geholfen wird, lässt sich heute noch nicht absehen.

Online-Umfrage: Tut die Politik genug für den Klimaschutz? Machen Sie mit unter www.sos-klima.at


Weitere Informationen:

GLOBAL 2000 Pressesprecherin: Lydia Matzka-Saboi, Tel.: 0699/14 2000 26
GLOBAL 2000 Klimaexpertin: Silva Herrmann, Tel.: 0699/14 2000 17

letztes Update: 24.02.2009 16:26
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