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Europas Umweltschutzorganisationen kämpfen gegen Handel mit illegalem Holz in der EU

GLOBAL 2000, WWF und Greenpeace fordern von BM Berlakovich beim Agrarministerrat Einsatz gegen illegales Holz

Wien (7. Dezember 2009). Europaweit fordern Umweltschutzorganisationen heute ihre Agrarminister mit einem Brief auf, bei der Dezembertagung des Agrarministerrates am 14. und 15. Dezember 2009 in Brüssel dafür zu sorgen, dass „Schlupflöcher“ für illegales Holz in der EU endlich geschlossen werden. GLOBAL 2000, WWF und Greenpeace Österreich fordern von Landwirtschaftsminister Berlakovich eine eindeutige Haltung bei der Tagung des Agrarministerrates zum Kampf gegen Handel mit illegalem Holz in der EU. “Die zur Debatte stehende Sorgfaltspflichtverordnung muss zu einem wirksamen und glaubwürdigen Instrument gegen den illegalen Holzeinschlag werden“, fordert Birgit Zimmerle, Regenwald-Campaignerin von GLOBAL 2000 „Das ist dringend notwendig, damit die Rechte von indigenen und lokalen Gemeinschaften respektiert, bedrohte Wälder, Biodiversität und nicht zuletzt unser Klima geschützt werden.“ Denn weltweit werden die Wälder immer schneller zerstört. Großflächige Entwaldungen und die Zerstörung gesunder Waldstrukturen durch illegalen Holzeinschlag tragen fast ein Fünftel zu den globalen CO2-Emissionen bei. „Bei der Dezembertagung des Agrarministerrats kann die EU ihre Entschlossenheit im globalen Kampf gegen Entwaldung und Walddegradierung unter Beweis stellen. Ein starker Beschluss der Agrarminister gegen den Handel mit Holz aus illegalen Quellen wäre auch ein wichtiges Signal an die gleichzeitig stattfindende Klimakonferenz in Kopenhagen“, so Zimmerle.

Der illegale Holzhandel verursacht zudem für die betroffenen Länder finanzielle Verluste in Milliardenhöhe, fördert die Korruption und finanziert häufig Kriege und Waffenkäufe. Um das ins Bewusstsein zu rufen, legt GLOBAL 2000 dem Schreiben an den Agrarminister auch ein Video bei, in dem Menschen aus Kamerun und Liberia über die sozialen und ökologischen Auswirkungen von illegalem Holzschlag berichten.

Nicht zuletzt würde der Stopp des Handels mit illegalem Holz endlich auch die Forderung der KonsumentInnen in der EU respektieren: Nach einer kürzlich von WWF und Friends of the Earth durchgeführten Studie wollen 93 Prozent der Befragten sicher sein, dass sie Holz aus legalen Quellen kaufen.

 

©GLOBAL 2000 Brief an Minister Berlakovich  2009-12-07 12:24:43
GLOBAL 2000

Weitere Informationen: GLOBAL 2000 Presse: Jens Karg, Tel.: 0699/14 2000 20, E-Mail: presse@global2000.at, Simonne Baur, Tel.: 0699 14 2000 23

 

letztes Update: 02.03.2010 10:11
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