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GLOBAL 2000: Verkehr ökologisch steuern!
UmweltschützerInnen fordern Jobticket für alle und Abbau von Steuerbegünstigungen für Frächter-Lobby
Wien (25. Mai 2011). Anlässlich der heute präsentierten VCÖ-Studie über eine ökologische Steuerreform im Verkehrsbereich kritisiert die Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000 die Verkehrspolitik in Österreich: „Obwohl die CO2-Emissionen des Verkehrs seit 1990 um mehr als die Hälfte gestiegen sind, werden von der Politik keine wirksamen Maßnahmen ergriffen,“ kritisiert Johannes Wahlmüller, Klimasprecher von GLOBAL 2000.
„Als erstes sollte das neu geschaffene „Jobticket“ auf alle Erwerbstätigen ausgeweitet werden,“ fordert Wahlmüller. Seit erstem Jänner können ArbeitgeberInnen den ArbeitnehmerInnen ein steuerlich begünstigtes Jobticket für die Fahrt zur Arbeit zur Verfügung stellen. Das gilt aber nur für BezieherInnen der Pendelpauschale. „Ökologisch ist es völlig unsinnig jenen Teil der Bevölkerung auszuschließen, der in der Nähe seines Arbeitsplatzes wohnt und kurze Wege zurücklegt,“ kritisiert Wahlmüller. „Um unsere Klimaziele zu erreichen, brauchen wir starke Anreize für den öffentlichen Verkehr, die kann ein Jobticket für alle bieten,“ so Wahlmüller weiter.
Steuerbegünstigung für Diesel abbauen
Handlungsbedarf sieht die Umweltschutzorganisation auch bei den massiven Steuerbegünstigungen für den Straßenverkehr. „Jede Lobby schafft sich ihre Vergünstigungen,“ so Wahlmüller. Ökologisch kontraproduktiv ist insbesondere die Steuerbegünstigung von Diesel gegenüber Benzin, die vor allem den FrächterInnen ein Körberlgeld beschert. „Dadurch wird eine Steuerbegünstiung im Wert von ca. 620 Millionen Euro geschaffen, die den LKW-Transitverkehr nach Österreich lockt,“ kritisiert Wahlmüller.
„Dass die Klimaziele verfehlt werden und die Bevölkerung unter der ständig steigenden Verkehrsbelastung leidet, darf der Politik nicht länger egal sein. Wir brauchen eine ökologische Steuerreform im Verkehrsbereich, die ungerechtfertigte Steuervorteile abbaut und echte Anreize für den Umstieg auf sanfte Formen der Mobilität bietet,“ so Wahlmüller abschließend.
Rückfragehinweis:
Johannes Wahlmüller, GLOBAL 2000-Klimasprecher
Tel.:01 812 57 0 41
Mobil: 0699 14 200 41
mailto: johannes.wahlmueller@global2000.at















