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Bienenmord ist kein Kavaliersdelikt

Ganz nebenbei tötet die industrialisierte Landwirtschaft durch den Einsatz giftiger Chemi­kalien jedes Jahr hunderte Millionen Bienen. Die Auswirkungen sind fatal, denn das Bienensterben bedeutet, dass Kultur- und Wildpflanzen nicht mehr bestäubt werden. Hinzu kommt die massive Gefährdung der Wildbienen, die in den „Agrarwüsten“ keine Nistplätze finden.

BirgitH_pixelio.deGLOBAL 2000

Österreich ist anders

Bienen bestäuben 80 Prozent unserer Kulturpflanzen. Was passiert, wenn sie wegbleiben, haben dramatische Fälle in den letzten Jahren gezeigt. Besonders gefährlich ist in diesem Zusammenhang die Anwendung bestimmter Beizmittel im Maisanbau. Denn diese töten nicht nur den Schädling – wie etwa den Maiswurzelbohrer – sondern auch die Bienen (wir haben bereits letztes Jahr darüber berichtet). In vielen Ländern, etwa Deutschland oder Italien, ist deshalb der Ein­satz dieser bienenschädigenden Agrargifte bereits verboten. Nicht so in Österreich. 2010 war bereits das dritte Jahr in Folge, in dem auch hierzulande tausende Bienenvölker vergiftet wurden. Statt einem längst überfälligen Verbot gibt es jedoch nur absurde Auflagen für Bauern, wie z.B. die Beachtung der Windgeschwindigkeit bei der Ausbringung des gebeizten Saatgutes.

Die Wildarten trifft es am ­ härtesten

Während das Sterben der Honigbiene auf Grund ihres wirt­schaftlichen Nutzens als „Honig-Produzentin“ noch die betroffenen ImkerInnen alarmiert und auf den Plan ruft, sterben die Wildbienen ganz still und leise. Dabei sind es gerade sie, die durch die schädlichen Praktiken der industri­alisierten Landwirtschaft am meisten gefährdet sind. Denn ihr natürlicher Lebensraum wird systematisch zerstört. Wo es anstatt Wiesen nur noch Agrarland in Monokultur gibt, finden sie keine Nistplätze für ihre Nachkommen mehr.

Helfen Sie uns jetzt, die Wildbienen zu schützen!

Den Bienen helfen, heißt den gesamten Kreislauf des Lebens zu schützen.

  • Als erste Hilfsmaßnahme muss GLOBAL 2000 des­halb jetzt dringend Nisthilfen, so genannte „Bienen­hotels“, in den am schlimmsten betroffenen Gebieten aufstellen; so viele wie möglich.
  • Zusätzlich betreut GLOBAL 2000 eigene Bienen­stöcke, um die langfristigen Auswirkungen der Agrargifte­auf die Bienen weiter wissenschaftlich zu unter­suchen und zu dokumentieren.
  • Und wir werden weiterhin Druck auf die verantwortlichen PolitikerInnen ausüben, damit die bienen­schädigenden Agrargifte endlich verboten werden.
  • Damit wir konsequent für den Schutz der Bienen arbeiten können, sind wir auf die Hilfe unserer Spenderinnen und Spender angewiesen.
  • Bitte spenden Sie! Ein so genanntes "Bienenhotel" kostet 35 Euro. Jetzt über unser P.S.K-Konto 90.30.2000 spenden. Kennwort: "Bienenhotel".

    Oder online über unser Spenden-Formular.

    Danke!

    Informationsfolder zum Download

    ©GLOBAL 2000 Infofolder Wildbienen  2011-05-31 16:28:10
    GLOBAL 2000

    letztes Update: 09.08.2011 09:01
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