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Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000/Friends of the Earth Austria,
Neustiftgasse 36, A-1070 Wien
Tel: +43/1/812 57 30,
Fax: +43/1/812 57 28,
E-Mail: office@global2000.at
ZVR: 593514598

Jahresreport 2011

©GLOBAL 2000

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Wie alles begann
Oktober 1982: In ...
1984: Hainburger Au
Dezember 1984:Die ...
1989: Tropenholz und Transitverkehr
1989: Tropenholz zu ...
1995: "Atomkraft - Nein danke!"
Seit nunmehr ...
1997: Gen- Volksbegehren
"GENau ...
2000: Das Klima spielt verrückt
Die Wissenschaft ...
 

GLOBAL 2000 kämpft für den Atomausstieg - gewaltfrei.

 Seit nunmehr insgesamt 10 Jahren setzt sich GLOBAL 2000 gegen den Bau von Atommeilern ein und mit den daraus resultierenden Gefahren auseinander. Die Anti-AKW-Bewegung konnte zwar erfolgreich die Inbetriebnahme des Kraftwerkes Zwentendorf stoppen, doch war klar zu erkennen, dass um unser kernkraftfreies Land immer mehr "bedrohliche Riesen" in Grenznähe gebaut werden.

So ergriff GLOBAL 2000 Initiativen gegen in Bau befindliche Kraftwerke. Gefährliche AKW - vor allem im Osten - bekamen von uns das Prädikat "unverantwortlich" (die Städte in der Klammer befinden sich im 150 km-Umkreis des jeweiligen Atomkraftwerks), davon die bekanntesten:

    * Bohunice (Brünn, Wien, Bratislava, Nitra, Györ, Budapest),
    * Mochovce (Nitra, Bratislava, Wien, Györ, Budapest),
    * Dukovany, (Brünn, Prag, Linz, Wien, Bratislava),
    * Krško (Graz, Laibach, Triest, Zagreb),
    * Temelín ( Prag, Linz, St. Pölten, Passau, Znaim, Krems).

1995: Mochovce NEIN!

GLOBAL 2000 erkannte damals die drohende Gefahr: Ohne die Auswirkungen zu kennen, plante die Slowakei eine "Kreuzung" aus westlicher und östlicher Kraftwerkstechnologie. Das war genug. Wir zogen die notwendigen Konsequenzen und mobilisierten die Bevölkerung. Eine Aktion gigantischen Ausmaßes, die Schlagzeilen waren prall gefüllt.

1995 unterschrieben 1,2 Millionen ÖsterreicherInnen gegen das im Bau befindliche AKW Mochovce!

Mit dem längsten Transparent der Welt - nämlich mit einer Länge von 60 km - gespannt von Wien bis Bratislava - schafften wir sogar eine Eintragung ins Buch der Rekorde.       

GLOBAL 2000 verhinderte die Finanzierung durch die Osteuropabank. Unglücklicherweise sprangen später andere Geldgeber ein, die den Fertigbau ermöglichten. Die Durchführung des Baus vollzog Siemens ...

1995: Mururoa-Atoll

Es ging Schlag auf Schlag. GLOBAL 2000 AkivistInnen organisierten "das Schiff der Österreicher", steuerten auf das Versuchsgelände zu und protestierten gegen die französischen Unterwasseratomtests. Es sollten die letzten gewesen sein ...


Die unendliche Geschichte: Temelín

Das Thema im Jahr 2000, das ganz Österreich bewegte: die Aktivierung des AKW Temelín am 9. Oktober.
Für GLOBAL 2000 war es ein jahrelanger Kampf in Österreich und auch in der Tschechischen Republik gegen die Fertigstellung dieses Atomkraftwerkes. Wir beteiligten uns an Anti-Temelín-Camps, organisierten Konferenzen zum Thema EU-Beitritt und AKW, machten Aktionen gegen die Fertigstellung von Temelín.           

GLOBAL 2000 erarbeitete Studien zum Thema Ausstiegsmöglichkeiten aus der Atomenergie und betrieb massive Presse- und Lobbytätigkeit in Österreich, aber auch auf EU-Ebene. Wir mussten feststellen, dass sich der damalige Außenminister Schüssel nie ernsthaft gegen den Fertigbau einsetzte. Und so ergab die Abstimmung der tschechischen Minister 1999 ein knappes Pro für den Fertigbau des Atomkraftwerkes.

Wir haben trotzdem nicht aufgegeben:
das Thema nukleare Sicherheit für Beitrittsländer wird jetzt auch auf breiter EU-Ebene diskutiert.

Stehen Sie unter Strom?

Ein Schwerpunkt der Arbeit von GLOBAL 2000 war die Kennzeichnungspflicht für Strom. Wir hatten Erfolg: Seit Oktober 2001 muss auf jeder Stromrechnung die Herkunft des Stroms ersichtlich sein. Und damit wird auch ersichtlich, wie viel Atomstrom aus Ihrer Steckdose fließt. Natürlich haben Sie die Möglichkeit, Ihren Stromlieferanten zu wechseln und Ihren Strom von einem Ökostromanbieter zu beziehen. Durch das Strommarktliberalisierungsgesetz hat Österreich auch die Möglichkeit, Stromimporte aus EU-Beitrittsländern, die gefährliche AKW betreiben, zu verbieten.

1998: Anti-Atom-Aktionsplan       

In diesem Jahr organisierte GLOBAL 2000 eine internationale Anti-Atom-Konferenz in Wien und publizierte die Studie "EU-Osterweiterung: Ausstiegsmöglichkeiten aus der Atomenergienutzung". Um die Inbetriebnahme von Mochovce im letzten Moment noch zu verhindern, wurde die slowakische Botschaft in Wien von uns besetzt.

Schließlich verabschiedete der Ministerrat 1999 auf massiven Druck von GLOBAL 2000 und anderen Umweltschutzorganisationen einen Anti-Atom-Aktionsplan, in dem die Position Österreichs bezüglich AKW in den Beitrittsländern und EU-Erweiterung festgelegt wurde.

Seit 1995: GLOBAL 2000 und Tschernobyl- Kinder       

Wer kann sich nicht an das unglückliche Jahr 1986 erinnern, als der Reaktor in Tschernobyl außer Kontrolle geriet. 10 Tage lang entwichen große Mengen radioaktiver Substanzen ins Freie. Bei den langwierigen Lösch- und Aufräumungsarbeiten wurden 600.000 Menschen verstrahlt. Das Auftreten von Schilddrüsenerkrankungen, Leukämie bei Kindern, Gelbsucht, etc. stieg dramatisch an. Nach der Ukraine und Weißrussland war Österreich das am stärksten radioaktiv belastete Land Europas.       

Uns war klar, dass wir uns neben der politischen Arbeit gegen die Atomlobby auch um die Opfer des atomaren Wahnsinns kümmern müssen. Seit 1995 unterstützt GLOBAL 2000 mit Hilfe von Spendengeldern im Rahmen des Hilfsprojektes "Tschernobyl-Kinder" mehrere Krankenhäuser, ein Waisenhaus (Shchetovo) und förderte die Gründung des ersten Behindertenzentrum mit modernem pädagogischen Ansatz in der Ukraine.
2007: Das tausendste Tschernobyl-Kind kommt nach Österreich

GLOBAL 2000 organisiert für die erkrankten Kinder zusätzliche Erholungsaufenthalte in Österreich. Mit schönen Erfolgen: Die Kinder kehren nach ein paar Wochen mit gestiegenen Heilungschanchen zurück in ihre Heimat. Im Sommer 2007 kam das tausendste Tschernobyl-Kind, das zwölfjährige Mädchen Diana Razdzhoy, auf Erholungsurlaub nach Österreich. Inklusive 2007 haben sich in den letzten zehn Jahren 1100 Kinder aus der Ukraine in verschiedenen Gemeinden in Niederösterreich, Burgenland und Salzburg erholt.

letztes Update: 24.03.2009 19:19
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