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BASF verlässt Europa

Seit 16. Jänner ist es klar: BASF hat die Nase voll vom Gentechnik-kritischen Europa. Der Standort der BASF-Tochterfirma Plant Science in Gatersleben wird geschlossen und auch in Limburgerhof bei Ludwigshafen wird der Großteil der MitarbeiterInenn an andere Standorte versetzt. Der Hauptstandort der Tochterfirma soll nach North Carolina verlagert werden. Einige Stellen werden auch innerhalb Europas verschoben, nach Berlin und nach Gent. Insgesamt ist der Rückzug des Konzerns aber eine deutliche Reaktion auf die Einstellung der europäischen Bevölkerung zur Gentechnik.

Die Vermarktung der Gentech-Kartoffel Amflora, die für industrielle Zwecke in einigen europäischen Ländern angebaut werden sollte, ist damit Geschichte. Das Projekt Gentech-Kartoffel hat sich in Europa also nicht durchgesetzt. Zu groß ist der Widerstand der Landwirte und der Bevölkerung gegen Gentechnik in der Landwirtschaft. Die neue Kartoffelsorte "Fortuna", für die BASF im Oktober 2011 einen Antrag auf Zulassung in der EU gestellt hat, wird es also auch nicht auf europäische Teller schaffen. Sie wäre für den menschlichen Verzehr bestimmt gewesen.

gnubier pixelio.de

BASF begründet den Abzug der Standorte in Deutschland mit dem mangelnden Interesse an der Weiterentwicklung der "Grünen Gentechnik" in Europa. Auf die Zulassung der Kartoffel Amflora musste der Konzern immerhin 13 Jahre warten. Die Forschung in der Grünen Gentechnik geht also in den USA weiter. Aber vielleicht erkennt auch die Europäische Kommission bald, dass Europa keine Gentechnik will. Die Wirtschaft scheint da schneller zu begreifen.

letztes Update: 19.01.2012 14:28
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